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Press release
Retail|Consumer Goods|FMCG|Geomarketing|Purchasing Power|Germany|German

Deutsche haben 2019 rund 763 Euro mehr zur Verfügung

Nürnberg, 13.12.2018

GfK Kaufkraft Deutschland 2019

Laut GfK Kaufkraftstudie wird die Kaufkraft der Deutschen im Jahr 2019 auf 23.779 Euro pro Kopf ansteigen. Dies entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 3,3 Prozent und 763 Euro mehr pro Kopf. 

Für Deutschland prognostiziert GfK für das Jahr 2019 eine Kaufraftsumme von 1.968,7 Milliarden Euro. Das sind pro Kopf 763 Euro mehr als im Vorjahr, basierend auf der revidierten Vorjahresprognose. Im Jahr 2019 steht den Deutschen demnach eine durchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft von 23.779 Euro für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung. 

Unter Kaufkraft versteht man das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die für 2019 prognostizierte positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf steigende Löhne in vielen Branchen und den stabilen Arbeitsmarkt. Auch bei den Renten wird 2019 ein Anstieg erwartet. Wie viel vom nominalen Kaufkraftzuwachs real übrig bleibt, hängt allerdings davon ab, wie sich 2019 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Regionale Kaufkraftverteilung

Auf Ebene der Bundesländer wird es im Jahr 2019 ein paar Veränderungen geben. Niedersachen (Rang 7) und Rheinland-Pfalz (Rang 8) tauschen im Ranking die Plätze, während sich Brandenburg (Rang 10) sogar um zwei Plätze verbessert und an Berlin (Rang 11) und Bremen (Rang 12) vorbeizieht. In der Summe steigt im nächsten Jahr die nominale pro-Kopf-Kaufkraft in allen Bundesländern an.

Bundeslandranking

Rang 2019 (Vorjahr)BundeslandEinwohnerKaufkraft 2019 pro Einwohner in €Kaufkraftindex*
1Hamburg1.830.58426.079109,7
2Bayern12.997.20425.981109,3
3Baden-Württemberg11.023.42525.734108,2
4Hessen6.243.26225.063105,4
5Schleswig-Holstein2.889.82123.70199,7
6Nordrhein-Westfalen17.912.13423.46898,7
7 (8)Niedersachsen7.962.77523.28597,9
8 (7)Rheinland-Pfalz4.073.67923.27497,9
9Saarland994.18722.32993,9
10 (12)Brandenburg2.504.04021.74391,4
11 (10)Berlin3.613.49521.68991,2
12 (11)Bremen681.03221.554 90,6
13Sachsen4.081.30820.41385,8
14Thüringen2.151.20520.37785,7
15Sachsen-Anhalt2.223.08120.15984,8
16Mecklenburg-Vorpommern1.611.11920.10684,6

Quelle: © GfK Kaufkraft Deutschland 2019 * Index je Einwohner; 100 = Landesdurchschnitt

Kaufkraft in den Kreisen

Auch 2019 wird der höchste Kaufkraftdurchschnitt Deutschlands im bayerischen Landkreis Starnberg zu finden sein: Mit 34.098 Euro pro Kopf liegen die Starnberger rund 43 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es jedoch zwei Veränderungen in den Top 10 der Stadt- und Landkreise. Miesbach, in der Alpenregion Tegernsee Schliersee, überholt den Stadtkreis Erlangen (Rang 11) und nimmt Platz 9 im Ranking ein. Böblingen zieht ebenfalls an Erlangen vorbei und hält damit auf dem zehnten Platz Einzug in die Top 10. 

Top 10 Stadt- und Landkreise 2019

 

Rang 2019 (2018)Stadt-/LandkreisEinwohnerKaufkraft 2019 pro Einwohner in €Kaufkraftindex*
1LK Starnberg135.54534.098143,4
2LK Hochtaunuskreis235.99532.800137,9
3LK München346.43332.585137,0
4SK München1.456.03931.925134,3
5LK Main-Taunus-Kreis236.96931.205131,2
6LK Ebersberg140.800 30.990130,3
7LK Fürstenfeldbruck217.83129.270123,1
8LK Dachau152.70329.136122,5
9 (10)LK Miesbach99.18928.596120,3
10 (11)LK Böblingen389.54828.532120,0

Quelle: © GfK Kaufkraft Deutschland 2019 * Index je Einwohner; 100 = Landesdurchschnitt

Einwohnerstarke Stadtkreise 

Auch wenn die 25 einwohnerstärksten Stadtkreise bereits ein Viertel der Gesamtkaufkraft Deutschlands vereinen, erreichen nicht alle Großstädte in Deutschland ein überdurchschnittliches Kaufkraftniveau: Die Hauptstadt Berlin liegt bei der pro-Kopf-Kaufkraft gut 9 Prozent unter dem deutschen Durchschnitt, Dortmund und Dresden kommen auf ein ähnliches Niveau. Gut 13 Prozent unter dem Durchschnitt liegt Leipzig. München und Düsseldorf liegen dagegen mit 34 und 17 Prozent deutlich darüber.

Stadtkreise über 500.000 Einwohner

Rang 2019NameEinwohnerKaufkraftsumme 2019 in Mio. €Kaufkraft 2019 pro Einwohner in €Kaufkraftindex*
291 SK Berlin3.613.49578.372,221.68991,2
55SK Hamburg1.830.58447.740,526.079109,7
4SK München1.456.03946.483,631.925134,3
97SK Köln1.080.39427.079,425.064105,4
32SK Frankfurt am Main746.87820.231,727.088113,9
36SK Stuttgart632.74317.027,326.910113,2
21SK Düsseldorf617.28017.193,127.853117,1
283SK Dortmund 586.60012.762,221.75691,5
204SK Essen583.39313.367,422.91396,4
337SK Leipzig581.98012.097,020.78687,4
269SK Bremen568.00612.485,421.98192,4
294SK Dresden551.07211.915,621.62390,9
110SK Nürnberg515.20112.738,724.726104,0

Quelle: © GfK Kaufkraft Deutschland 2019 * Index je Einwohner; 100 = Landesdurchschnitt

Kaufkraftdichte: Hohe Potenzialabschöpfung auf kleinem Raum 

Dass die einwohnerstarken Städte und insbesondere die großen Metropolregionen für Einzelhändler und Dienstleister unverzichtbare Zielmärkte darstellen, zeigt ein Blick auf die Kaufkraftsummen. Die Kaufkraftdichte, also die verfügbare Kaufkraftsumme in Millionen Euro je Quadratkilometer, ist in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München, aber auch in Nürnberg, im Ruhrgebiet, dem Großraum Stuttgart und Frankfurt/Main sehr hoch. Die Kaufkraftdichte ist somit ein wichtiger Indikator, dass Unternehmen dort auf kleinstem Raum viel Kaufkraftpotenzial allein schon bei den dort lebenden Menschen mobilisieren können, wenn sie ihre Zielgruppe gezielt ansprechen.

Bildmaterial in Druckauflösung können Sie hier herunterladen: 

Kaufkraft

Kaufkraftdichte

Zur Studie

Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. 

Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben stärker ansteigen. Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bevölkerung ist und nichts über die Kaufkraft einzelner Individuen, die Kaufkraft je Haushalt oder über die dahinter liegende Einkommensverteilung und damit die Schere zwischen „Arm“ und „Reich“ aussagt.

Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute. GfK stellt die detaillierte Prognose für das neue Jahr jeweils im Januar fertig. Die GfK Kaufkraftdaten sind ab dann verfügbar für alle deutschen Stadt- und Landkreise sowie alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete. Die Kaufkraftdaten auf Ebene der Straßenabschnitte werden in der 2. Jahreshälfte aktualisiert. 

Verwendungszweck der Daten

Die regionalen GfK Kaufkraftdaten sind eine wichtige Grundlage der Vertriebs- und Marketingplanung in Unternehmen vieler Branchen. Entscheidend ist dabei eine realistische Abbildung der regionalen Verteilung der Kaufkraft. Der Fokus der Studie liegt entsprechend nicht in der Vergleichbarkeit der Daten über Jahre hinweg. Da es sich um Prognosen handelt, wird ausdrücklich davon abgeraten, die Daten der Vorjahre 1:1 miteinander zu vergleichen. 

Weitere Informationen zu den regionalen Marktdaten von GfK finden Sie hier.

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GfK Kaufkraft Deutschland 2019

GfK Kaufkraftdichte Deutschland 2019

Über GfK

GfK verknüpft Daten mit wissenschaftlichen Methoden und liefert mit innovativen Lösungen die Antwort auf zentrale Geschäftsfragen rund um Verbraucher, Märkte, Marken und Medien – jetzt und in der Zukunft. Als Forschungs- und Analysepartner verspricht GfK seinen Kunden weltweit “Growth from Knowledge”. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de

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