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Nürnberg, 18.02.2020

Heidelberg hat die meisten jungen Haushalte in Deutschland

In Heidelberg gibt es die meisten jungen Haushalte. Kein anderer deutscher Kreis hat einen höheren Anteil an Haushalten, deren Hauptverdiener unter 30 Jahren ist, als die baden-württembergische Universitätsstadt. Den größten Anteil der Seniorenhaushalte gibt es hingegen im Kreis Suhl in Thüringen. Das zeigt die Studie „GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2019“, die die regionale Verteilung von Familien-, Alters-, Einkommens- und Bebauungsstrukturen in Deutschland ausweist. 

Mehr als 22 Prozent aller Haushalte in Heidelberg sind junge Haushalte – damit liegt die Universitätsstadt fast 93 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auf den Plätzen zwei und drei des Kreisrankings folgen die Stadtkreise Regensburg und Bayreuth, die knapp 20 Prozent dieses Haushaltstyps aufweisen.

In allen Kreisen der Top 10 liegen die Anteile junger Haushalte mindestens 60 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Diese stark überdurchschnittlichen Werte sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass diese Städte von großen Universitäten geprägt sind. Umgekehrt sind die wenigsten jungen Haushalte in ländlichen Gebieten zu finden. Schlusslicht bildet hierbei der Landkreis Spree-Neiße, in dem nur weniger als 6 Prozent Haushalte mit einem Hauptverdiener unter 30 Jahren sind. Die meisten Haushalte, in denen der Hauptverdiener 60 Jahre oder älter ist, finden sich hingegen eher in ländlichen Gebieten – und das vor allem im Osten. Den höchsten Anteil an Seniorenhaushalten liegt im Stadtkreis Suhl in Thüringen: Dort sind 48 Prozent aller Haushaltsvorstände 60 Jahre oder älter. Damit liegt der Kreis etwas mehr als 31 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, womit die Anteile der Seniorenhaushalte deutlich näher am Bundesdurchschnitt liegen als die der jungen Haushalte. 

Mit nur knapp 28 Prozent gibt es die wenigsten Seniorenhaushalte im Stadtkreis Frankfurt am Main. Insgesamt weisen 268 aller 401 Kreise in Deutschland einen überdurchschnittlichen Anteil an Seniorenhaushalten auf. Ein überdurchschnittlicher Anteil junger Haushalte findet sich hingegen nur in 115 deutschen Kreisen. Junge Menschen wohnen also regional wesentlich selektiver und geballter. 

Zur Studie

Bei den „GfK Bevölkerungsstrukturdaten“ handelt es sich um soziodemografische Daten auf verschiedenen regionalen Ebenen. Sie beschreiben Bevölkerung und Haushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Haushaltsstruktur (Ein- und Mehrpersonenhaushalte mit und ohne Kinder sowie Ausländerhaushalte), der Altersstruktur (Alter des Haushaltsvorstands) sowie der Einkommens-struktur (Unterscheidung von sieben Einkommensklassen). Daneben liegen auch Daten zur Bebauungsstruktur (Ein- und Zwei-, sowie Mehrfamilienhäuser usw.) vor. 

Die GfK Bevölkerungsstrukturdaten werden in Marketing und Vertrieb von Unternehmen zur Zielgruppenlokalisierung eingesetzt. Sie zeigen beispielsweise detailliert, wo es sich lohnt, für bestimmte Produkte zu werben. Die Studie zu den GfK Bevölkerungsstrukturdaten kann für alle deutschen Stadt- und Landkreise, für alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete sowie auf der Ebene der Straßen oder für 2,8 Millionen Straßenabschnitte bei GfK im Bereich Geomarketing bezogen werden.

Weitere Informationen
zu den regionalen Marktdaten von GfK finden Sie hier

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