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Wien, 07.04.2021

GfK veröffentlicht Kaufkraft 2021 für Österreich und die Schweiz

Pressemeldung zur GfK Kaufkraft 2021

Wien, 7. April 2021 – Mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 40.739 Euro steht den Schweizern 2021 wieder deutlich mehr Geld für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung als den Einwohnern der benachbarten Länder Österreich und Deutschland. Die Österreicher weisen eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.232 Euro auf, während die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 23.637 Euro ausgeben können. Die neuen Kaufkraftstudien 2021 von GfK zeigen, dass es jedoch nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch innerhalb der jeweiligen Länder deutliche regionale Unterschiede in Bezug auf das verfügbare Nettoeinkommen gibt.

Österreich

Betrachtet man die österreichischen Bundesländer, so zeigt sich, dass es eine relativ homogene Verteilung der Pro-Kopf-Kaufkraft im Land gibt. In diesem Jahr zieht Niederösterreich wieder an Vorarlberg vorbei und belegt mit 25.615 Euro pro Kopf den ersten Platz. Damit liegt das Bundesland 5,7 Prozent über dem österreichischen Landesdurchschnitt.

Auch sonst hat sich im Bundeslandranking einiges getan: Das Burgenland und Oberösterreich verbessern sich um jeweils einen Rang und verdrängen Salzburg, wo die Pro-Kopf-Kaufkraft 24.685 Euro beträgt, auf Platz fünf. Darüber hinaus tauschen die beiden Bundesländer Kärnten und Tirol im Vergleich zum Vorjahr die Ränge sieben und acht. Keine Veränderungen in Bezug auf die Platzierung gibt es hingegen bei der Steiermark, die mit 23.981 Euro pro Kopf den sechsten Rang einnimmt. Schlusslicht des Bundeslandrankings bleibt die Hauptstadt Wien, die mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.659 Euro 6,5 Prozent unter dem Landesdurchschnitt liegt.

Bezirke

Die Kaufkraftverteilung auf Ebene der österreichischen Bezirke ist weitaus heterogener als bei den Bundesländern. Den ersten Platz des Bezirksrankings belegt Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt), wo die Kaufkraft mit 40.187 Euro pro Kopf fast 66 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt. Insgesamt belegen vier Hauptstadtbezirke Plätze in den Top 10, gleichzeitig sind aber auch neun der zehn kaufkraftschwächsten Regionen Wiener Bezirke. Schlusslicht des Rankings belegt der 20. Wiener Bezirk (Brigittenau), wo den Einwohnern eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 18.102 Euro zur Verfügung steht. Dies zeigt, wie heterogen die Kaufkraft über die verschiedenen Stadtbezirke verteilt ist.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es einige Änderungen in den Top 10: Mödling und der 13. Wiener Bezirk (Hietzing) tauschen die Ränge zwei und drei, während Korneuburg und Tulln den 19. Wiener Bezirk (Döbling) überholen, der mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 28.034 Euro den sechsten Platz einnimmt. Neu in den Top 10 sind die beiden Bezirke Urfahr-Umgebung und Eisenstadt-Umgebung, die mit einem verfügbaren Nettoeinkommen von 26.924 Euro und 26.575 Euro pro Kopf die Ränge neun und zehn einnehmen und damit den 4. und 23. Wiener Bezirk aus den Top 10 verdrängen.

Lesen Sie die vollständige Pressemeldung hier

 

Zur Studie

Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.


Verwendungszweck der Daten

Die regionalen GfK Kaufkraftdaten sind eine wichtige Grundlage der Vertriebs- und Marketingplanung in Unternehmen vieler Branchen. Entscheidend ist dabei eine realistische Abbildung der regionalen Verteilung der Kaufkraft. Der Fokus der Studie liegt entsprechend nicht in der Vergleichbarkeit der Daten über Jahre hinweg. Da es sich um Prognosen handelt, wird ausdrücklich davon abgeraten, die Daten der Vorjahre 1:1 miteinander zu vergleichen. 

Weitere Informationen
zu den regionalen Marktdaten von GfK finden Sie hier

Bildmaterial
Grafiken in Druckauflösung finden Sie hier.

Pressekontakt: Marie-Sophie Beauchamp , T +43 1 717 10 178

 


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