Möchten Sie zur deutschen Seite wechseln?JaNeina
Schließen
Press release
Press|Retail|Geomarketing|Geodata|Regional Market Data|Switzerland|German

GfK veröffentlicht neue Studien zur Kaufkraftverteilung in den Ländern D-A-CH

Rotkreuz, 27.03.2018

Erneut landen die Schweizer im Kaufkraftvergleich zu Österreich und Deutschland klar auf Rang eins. Doch auch innerhalb der Länder zeigen sich deutliche Unterschiede im Niveau des verfügbaren Nettoeinkommens. Der Kanton Aargau rückt im Kantonsranking einen Platz vor – und positioniert sich neu an achter Stelle.

Die Bewohner des Schweizer Regierungssitz-Kantons Bern verfügen im Jahr 2018 laut einer neuen GfK-Studie über eine pro-Kopf-Kaufkraft von 37‘270 Euro. Die Einwohner des österreichischen Hauptstadt-Bundeslandes Wien haben 22‘817 Euro pro Kopf. Und die Bewohner des deutschen Hauptstadt-Bundeslandes Berlin kommen im Jahr 2018 auf ein Kaufkraftpotenzial von 21‘033 Euro pro Kopf. Damit liegen alle drei Hauptstadt-Regionen unter dem jeweiligen Landesdurchschnitt.

Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Der Fokus der Studie liegt in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede. Die Studie zeigt, wie verschieden die regionale Kaufkraft ist, sowohl zwischen als auch innerhalb der Länder.

Für die Schweiz prognostiziert GfK im Jahr 2018 eine Kaufkraft von 40‘456 Euro je Einwohner. Die Gesamtsumme der Kaufkraft in der Schweiz liegt im Jahr 2018 bei 340,6 Milliarden Euro (ohne Liechtenstein). Die Österreicher haben im Jahr 2018 im Schnitt 23‘282 Euro Kaufkraft pro Kopf und kommen auf eine Kaufkraftsumme von rund 204,2 Milliarden Euro. Die Gesamtkaufkraft der rund 82,5 Mio. Deutschen beläuft sich auf 1‘893,8 Milliarden Euro. Das entspricht einer pro-Kopf-Kaufkraft von 22‘992 Euro.

Schweiz

Kantonsvergleich

Wie im Vorjahr weisen die Kantone Zug, Schwyz und Nidwalden die höchste Kaufkraft je Einwohner auf. Aufgrund der relativ geringen Anzahl an Einwohnern entspricht die Kaufkraftsumme dieser drei Kantone zusammen jedoch nur rund fünf Prozent der Kaufkraftsumme der gesamten Schweiz. Der einwohnerstärkste Kanton Zürich – rund 18 Prozent aller Einwohner der Schweiz leben dort – verfügt mit über 68 Mrd. € dagegen über knapp 20 Prozent der gesamten Schweizer Kaufkraft: Mit einem ebenfalls hohen pro-Kopf-Durchschnitt landet Zürich im landesweiten Ranking auf Platz vier.

Die Bewohner des zweit-einwohnerstärksten Kantons Bern verfügen mit knapp 38 Mrd. Euro über rund elf Prozent der Schweizer Kaufkraft. Im nationalen Ranking nach pro-Kopf-Kaufkraft landet der Kanton allerdings nur auf Rang 15 von 26. Die Top 10 sind gegenüber 2017 dieselben geblieben.

Im Top 10-Ranking der Kantone nach pro-Kopf-Kaufkraft hat der Aargau gegenüber dem Vorjahr die Waadt überholt und ist auf Rang acht geklettert.

Bezirke

Auf der feinräumigeren Bezirksebene finden sich im Ranking nach Kaufkraft je Einwohner die Hälfte der Top 10 im Kanton Schwyz. Weit vor allen anderen landet der Schwyzer Bezirk Höfe mit einer durchschnittlichen pro-Kopf-Kaufkraft von 87‘853 Euro. Das ist mehr als das Doppelte des Landesdurchschnitts. Der Zürcher Bezirk Meilen landet mit dem 1,5-fachen des Landesdurchschnitts und rund 62‘431 Euro pro Kopf auf Rang zwei. Neu in den Top 10 Bezirken ist Einsiedeln – ebenfalls im Kanton Schwyz gelegen – welches den Zürcher Bezirk Uster auf Rang elf verdrängt. Nidwalden und Horgen tauschen die Ränge: Horgen rutscht auf Rang sieben, Nidwalden rückt dafür auf Rang fünf vor.

Der einwohnerstärkste Bezirk (Genf) landet lediglich auf Platz 18 der insgesamt 143 Schweizer Bezirke. Mit 43‘737 Euro pro Kopf liegt das Kaufkraftniveau aber gut acht Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Österreich

Niederösterreich und Vorarlberg sind die einzigen Bundesländer, deren Kaufkraft mit über 24‘000 Euro pro Einwohner um mehr als drei Prozent deutlich über dem österreichischen Landesdurchschnitt von 23‘282 Euro pro Einwohner liegen. Salzburg folgt auf Rang drei, dicht gefolgt von Oberösterreich, dessen pro-Kopf-Kaufkraftindex noch knapp über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die übrigen Bundesländer liegen etwas unter dem Durchschnitt, wobei das Bundesland Tirol wie auch im Vorjahr das Schlusslicht bildet.

Bezirke

Mehr als die Hälfte der zehn kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs gehören zu Wien – doch auch in den zehn kaufkraftschwächsten Bezirken Österreichs sind sechs Wiener Bezirke vertreten. Dies zeigt, wie heterogen die Kaufkraft über die verschiedenen Stadtbezirke verteilt ist. Wiens 1. Bezirk (Innere Stadt) ragt mit einer Kaufkraft von 38‘881 Euro pro Kopf gut 67 Prozent über den österreichischen Durchschnitt heraus. Mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 30‘557 Euro folgen die Einwohner des 13. Wiener Bezirks Hietzing auf Rang zwei.

Auch das Umland von Wien zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft pro Einwohner aus. Am deutlichsten zeigt sich dies in den Bezirken Mödling, Korneuburg, Eisenstadt (Stadt) und Tulln, die im Bundesvergleich alle Spitzenpositionen einnehmen. Die durchschnittliche Kaufkraft in diesen Bezirken ist mit pro-Kopf-Werten von 26‘122 bis 29‘643 Euro zwischen etwa 14 Prozent bis 27 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt.

Ergebnisse zur GfK Kaufkraftstudie Deutschland 2018
finden Sie in der Pressemitteilung vom 12.12.2017 unter http://www.gfk.com/de/insights/press-release/kaufkraft-der-deutschen-steigt-2018/

Zur Studie

Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Weitere Informationen zu den regionalen Marktdaten von GfK finden Sie hier. Karte Schweiz I Karte Österreich I Karte DACH

Bildmaterial in Druckauflösung finden Sie hier.

Über GfK

GfK verknüpft Daten mit wissenschaftlichen Methoden und liefert mit innovativen Lösungen die Antwort auf zentrale Geschäftsfragen rund um Verbraucher, Märkte, Marken und Medien – jetzt und in der Zukunft. Als Forschungs- und Analysepartner verspricht GfK seinen Kunden weltweit “Growth from Knowledge”.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/ch-de
Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_de

Herunterladen (PDF)

Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
+41 41 632 91 19
General