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19.10.2017

September 2017: Jubel – verfrüht?

Textilmarkt September 2017

Man könnte sich so sehr über diese Zahlen freuen: DOB +12%, HAKA +17%, Schuhe +13%. Und auch Wäsche und Strümpfe sowie Haus- und Heimtextilien legten zweistellig zu! Nur die KOB (+2%) und die Accessoires (stagnierend) lagen nicht ganz im Trend. Die DOB erreichte dieses tolle Ergebnis sogar, obwohl schon im Vormonat August beachtliche +9% erzielt wurden.

Es sind auch schon erste Stimmen zu vernehmen, dass dies die lange erwartete oder zumindest ersehnte Trendwende ist. Nein, ist sie nicht. DOB -12%, HAKA -14%, Schuhe -18%: Das waren die Ergebnisse im September 2016. Und mehr als ein Aufholen sind die aktuellen Zahlen nicht – bei der einen Warengruppe gelang die Aufholjagd mehr (HAKA), bei der anderen eher weniger (Schuhe) und bei der dritten fast auf den Punkt (DOB). Dennoch kann eine nicht unerhebliche Aussage getroffen werden: Der Bedarf an Mode bzw. Textilien ist vorhanden. Einbrüche werden früher oder später (nahezu) ausgeglichen. Der Gesamtmarkt liegt nach neun Monaten sogar ganz leicht im Plus (+0.2%).

Der stationäre Triumph (+15%) über das Internet (+10%) ist trügerisch. Auch hier lohnt sich nämlich ein Blick zurück: Im September 2016 lag Offline mit -16% völlig darnieder. Online war mit -2% allerdings auch nicht sehr erfolgreich. Im September 2017 konnte das stationäre Geschäft den letztjährigen Einbruch trotz aktueller +15% nicht wettmachen. Dagegen holte sich das World Wide Web über zwei Jahre betrachtet (September 2015 bis September 2017) weitere Marktanteile.

Die Durchschnittspreise stiegen im September deutlich. Und zwar Offline wie Online und in allen Sortimenten außer Haus- und Heimtextilien. Das ist keine Überraschung, da das für den Modehandel nahezu optimale Wetter – im Gegensatz zu 2016 wurde es rechtzeitig zum Verkaufsstart der Herbstmode ungemütlich – dafür sorgte, dass nicht leichte, sondern eher festere und damit i.d.R. teurere Kleidung ihren Abnehmer fand.

Ähnlich positiv wie die Preise entwickelten sich die Kanäle.


Ausblick:

Der Oktober 2017 hat 24 Verkaufstage. Das ist – bundesweit gesehen – ein Verkaufstag weniger als 2016, da der Reformationstag (31.10.) ausnahmsweise in ganz Deutschland Feiertag ist (500 Jahre Reformation). Zudem gibt es einen Samstag weniger (vier anstelle von fünf). Die Umsätze waren im Oktober 2016 auf Grund des einsetzenden Herbstwetters leicht gestiegen (+1.8%). Wie oben beschrieben wurde 2017 der akute Bedarf an Herbstbekleidung bereits im September geweckt und wahrscheinlich auch zu großen Teilen gedeckt. Der Start in den Monat war daher eher verhalten. Insgesamt ist kaum mit einer Steigerung der Oktoberumsätze zu rechnen.

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