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13.01.2017

Jeder vierte Umsatzeuro fliegt auf die Kanaren

An den Kanaren geht im Winter kein Weg vorbei. Erst recht nicht in diesem: Unter den bis Ende Dezember 2016 im Reisebüro gebuchten Winterurlauben stehen die Kanaren für stolze 25 Prozent der Gesamtumsätze. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zugewinn von 3 Prozentpunkten. Die Umsätze mit Kanaren-Urlaubern steigen um 7 Prozent. Das mag im Vergleich mit Wachstumsraten wie 26 Prozent für die Balearen oder 13 Prozent für das spanische Festland „klein“ erscheinen, ist aber angesichts des Volumen, das hinter den Kanaren steckt, ganz beachtlich. Das Umsatzvolumen für die Kanaren ist so groß, dass sogar ein Ägypten, trotz aller Verluste noch die Nummer 2 im Wintergeschäft, wenn man Fernreise-Destinationen außen vor lässt, hier umsatzmäßig gut fünf Mal reinpasst.

Zeichnen sich da etwa schon Engpässe für die Kanaren ab? Zum jetzigen Zeitpunkt eher nein. Viele große Veranstalter haben ihre Angebote für Gran Canaria & Co. ordentlich aufgestockt. Und die Anzahl gebuchter Urlauber liegt zum jetzigen Buchungszeitpunkt praktisch punktgenau auf Vorjahresniveau. Die gute Nachfrage für die Inselgruppe der Kanaren treibt die Preise in die Höhe. Das Umsatzwachstum ist allein höheren Ausgaben geschuldet.

Der Deutschen Liebling Gran Canaria wächst weiter

Besonders nachfragestark präsentiert sich derzeit Lanzarote mit einem Umsatzwachstum von 16 Prozent und einem Urlauber-Plus von 10 Prozent. Weitaus bedeutender sind aber andere Inseln: Gran Canaria ist mit einem Umsatzanteil von 33 Prozent die beliebteste Kanareninsel der Deutschen und legt diesen Winter ebenfalls noch einmal ordentlich zu (Umsatz: +10 Prozent, Urlauber: +1 Prozent). Zweitstärkste Insel ist Fuerteventura (Anteil 28 Prozent) gefolgt von Teneriffa. Teneriffa, die größte der Kanareninseln, ist übrigens die einzige, die nach aktuellem Buchungsstand in Reisebüros ihr Vorjahresniveau noch nicht erreicht hat. Und El Gomera oder El Hierro, die kleinsten und ursprünglichsten der Kanareninseln? Sie haben keine eigenen internationalen Flughäfen und sind nur per Weiterreise mit der Fähre erreichbar. Das macht sie vielleicht für viele deutsche Pauschalreisetouristen weniger attraktiv.

Preise ziehen sichtlich an

Die Kanaren sind über 3.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Mit einer Flugzeit zwischen vier und fünf Stunden verbringen die meisten Deutschen hier daher bevorzugt einen Urlaub von zwei Wochen oder länger. Tendenziell steigen sowohl die Aufenthaltsdauern wie auch die Vorausbuchungsfristen. Was ebenfalls steigt sind die Preise, beziehungsweise genauer, die Ausgaben deutscher Urlauber. Für Lanzarote werden durchschnittlich 79 Euro pro Person und Nacht investiert. Das ist im Vergleich zu anderen Kanareninseln fast schon ein Schnäppchen und womöglich mit ein Grund für deren Wachstum. Auf Gran Canaria jedoch zahlt der Urlauber im Schnitt sogar 94 Euro pro Nacht – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das schmälert die Nachfrage aber keineswegs.

Für sonnenhungrige Badeurlauber haben die Kanaren einen unschätzbaren Vorteil: Vor der marokkanischen Küste Afrikas gelegen bieten sie mit subtropischem Klima auch in den Wintermonaten angenehm warme Temperaturen. Das macht sie viel eher mit Marokko, Tunesien, Ägypten oder den Vereinigten Arabischen Emiraten vergleichbar als mit den Balearen. Und wenn einem Kunden die Kanaren zu teuer werden: Nordafrika kehrt langsam zurück. Marokko wächst bereits wieder, für Ägypten ist dies mit zunehmendem Flugangebot aus Deutschland fast schon absehbar. Auch Madeira könnte mit durchschnittlich günstigeren Reisepreisen für manchen durchaus eine Alternative sein.

Weitere Informationen zum Top Winterziel Kanarische Inseln.

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