Möchten Sie zur deutschen Seite wechseln?JaNeina
Schließen
Press release
Travel and Hospitality|Germany|German

Deutsche buchen deutlich mehr Urlaubsreisen

Nürnberg, 28.02.2018

Griechenland steuert erneut auf Rekordjahr zu, Türkei wieder mehr nachgefragt

Die Urlaubsausgaben in Deutschland steigen: Nachdem der Gesamtmarkt der Urlaubs- und Privatreisen im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum von plus acht Prozent verzeichnete, startet auch das neue Reisejahr 2018 vielversprechend. Die Buchungsumsätze für Sommerurlaube 2018 liegen im Reisevertrieb 18 Prozent über dem Vorjahr. Für den kommenden Sommer liegen Urlaube in Griechenland besonders im Trend. Und die Reisebuchungen für die Türkei ziehen wieder deutlich an.

Die Deutschen sind in Urlaubslaune. Im Reisevertrieb sorgt die starke Nachfrage derzeit für ein beachtliches Umsatzwachstum: Die kommende Sommersaison 2018 weist insgesamt ein Plus in Höhe von 18 Prozent auf. Enthalten sind hier alle bis Ende Januar 2018 in stationären Reisebüros und online auf den klassischen Reiseportalen gebuchten Urlaubsreisen (überwiegend Pauschalreisen). Das aktuelle Wachstum ist in erster Linie auf eine höhere Anzahl an Buchungen (+16 Prozent) zurückzuführen – höhere Urlaubsausgaben (durchschnittlich +2 Prozent) spielen eine eher untergeordnete Rolle. 

Griechenland steuert auf zweiten Rekordsommer zu – Türkei wieder mehr nachgefragt

Griechenland ist für den Sommerurlaub 2018 sehr gefragt. Nach einem wachstumsstarken Vorjahr erreicht Griechenland erneut hohe zweistellige Zuwachsraten und ist damit zum aktuellen Zeitpunkt sogar beliebter als die Balearen. 

Nachdem in den letzten zwei Jahren immer weniger Deutsche ihren Urlaub in der Türkei verbrachten, ist dieses Reiseziel wieder etwas mehr im Kommen: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich zum aktuellen Buchungsstand sowohl die Buchungszahlen als auch die Urlaubsumsätze für den Sommer 2018 verdoppelt. Zu alter Stärke findet die Türkei trotz der zunehmenden Nachfrage aber noch nicht: Griechenland-Urlaube verzeichnen aktuell ein mehr als doppelt so hohes Umsatzvolumen. Vor dem Rückgang der Buchungszahlen für Türkei-Urlaube war dieses Verhältnis genau umgekehrt.

An ein gutes Vorjahreswachstum können die nordafrikanischen Urlaubsländer Ägypten, Tunesien und Marokko sowie Bulgarien anknüpfen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate werden vom deutschen Urlauber verstärkt nachgefragt. Die USA bleiben zwar das wichtigste Fernreiseziel im deutschen Markt, im Reisevertrieb sind für die Sommersaison 2018 aber starke Rückgänge (-20 Prozent) bei den Buchungsumsätzen zu verzeichnen. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse sind im Fernreisebereich dagegen vor allem für Mauritius, Kenia, die Seychellen und Südafrika zu beobachten.

Urlaubsausgaben stiegen im Jahr 2017 um acht Prozent

Der deutsche Urlaubsmarkt insgesamt – dies umfasst sowohl pauschal als auch individuell gebuchte Privatreisen ab einer Übernachtung – ist bereits im abgelaufenen Touristikjahr 2016/17 um acht Prozent gewachsen. Insgesamt haben die Deutschen 64,7 Milliarden Euro für ihre vorab gebuchten Reiseleistungen ausgegeben. Rechnet man die Ausgaben vor Ort am Urlaubsziel hinzu, lassen sich die Bundesbürger ihre Urlaube und Privatreisen insgesamt 90,9 Milliarden Euro im Jahr kosten. 

Im Jahr 2017 haben die Deutschen 155,8 Millionen Urlaube und Privatreisen unternommen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von vier Prozent. Die Auslandsreisen sind mit einem Plus von sechs Prozent auf 69,1 Millionen dabei noch stärker gewachsen als die Reisen im Inland (+3 Prozent). 

Badeferien, Städtereisen und Familienurlaube verzeichneten starkes Wachstum

Gemessen an den Ausgaben verzeichneten Badeferien (+14 Prozent) und Städtereisen (+12 Prozent) im Jahr 2017 das größte Wachstum. Damit haben sich beide Urlaubsarten wieder erholt. Im Jahr 2016 konnte man hier noch Rückgänge beobachten, weil viele Urlauber unter anderem aufgrund von Sicherheitsbedenken und möglicher Terrorgefahren auf andere Urlaubsarten ausgewichen sind.

Vor allem Familien, die mit Kindern unter 14 Jahren verreisen, unternahmen wieder mehr Urlaubsreisen. So haben Familienhaushalte zu den steigenden Reiseausgaben im Markt stark beigetragen (+17 Prozent). 

Top 5 Urlaubsarten 2017 (nach Ausgaben)1

in %

Umsatzanteil

Veränderung

Badeurlaub

33%

+14%

Städtereisen

14%

+12%

Rundreisen

14%

+0%

Urlaub auf dem Land/in den Bergen

9%

+5%

Kreuzfahrten

8%

+9%

 1) Pauschal und individuell gebuchte Urlaubs- und Privatreisen, Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Zur Studie

Das Vertriebspanel von GfK (Travel Insights) basiert auf den Reisebuchungen am Point-of-Sale. Die Buchungsdaten aus den Reservierungs- und Midoffice-Systemen von rund 2.000 Reisebüros werden repräsentativ auf den stationären Vertriebsmarkt hochgerechnet. Zusätzlich werden im Onlinebereich die Buchungsdaten der klassischen Reiseportale und der Reiseveranstalter erfasst. Das Kerngeschäft von Reisebüros und den Online-Reiseportalen der Veranstalter und sogenannten Online Travel Agencies (OTAs) beruht auf pauschal oder in Bausteinen gebuchten Veranstalterreisen.

Im GfK Konsumentenpanel (Mobilitätsmonitor) werden monatlich ca. 19.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte in Deutschland (ca. 38.000 Personen) zu ihrem Reise-, Buchungs- und Informationsverhalten befragt. Erhoben werden neben Urlaubsreisen (Haupturlaub, Zweit- und Dritturlaube) auch Geschäftsreisen, Tagesausflüge und sonstige Privatreisen, etwa Besuche bei Verwandten/Bekannten.

Weitere Informationen:

Dörte Nordbeck, T +49 911 395-2357, doerte.nordbeck@gfk.com

Daniela Briceno-Schiesser, T +49 911 395-4160, daniela.briceno-schiesser@gfk.com

Herunterladen (PDF)

Über GfK

GfK verknüpft Daten mit wissenschaftlichen Methoden und liefert mit innovativen Lösungen die Antwort auf zentrale Geschäftsfragen rund um Verbraucher, Märkte, Marken und Medien – jetzt und in der Zukunft. Als Forschungs- und Analysepartner verspricht GfK seinen Kunden weltweit “Growth from Knowledge”. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de

Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_de 

Herunterladen (PDF)

General