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Travel and Hospitality|Germany|German

Travel Insights Januar 2019

13.02.2019

Sommer 2019 dreht ins Minus

Der Januar 2019 fällt als Buchungsmonat im Reisevertrieb enttäuschend aus. Die mit Winterurlauben für die noch laufenden Saison 2018/19 erzielten Buchungsumsätze liegen sechs Prozent unter dem Vorjahr. Noch schwerer wiegen die Rückgänge bei den Sommerurlauben 2019: Mit einem Umsatzrückgang in Höhe von neun Prozent dreht sich die kumulierte Bilanz ins Minus. Einziger Trost: Der neue Reisesommer läuft gegen ein starkes Vorjahr.

Der Vorjahresmonat Januar 2018 war mit gut zweistelligen Umsatzzuwächsen besonders wachstumsstark ausgefallen. Dies relativiert die Verluste im jetzt abgelaufenen Buchungsmonat etwas. Dennoch irritiert die vergleichsweise schwache Urlaubsnachfrage im deutschen Markt: Selbst der sich sonst so gut entwickelnde Online-Reisevertrieb kann im Januar bei den Sommerbuchungen nicht an seine Vorjahresumsätze anschließen (-1 Prozent). Bei den in den Reisebüros gebuchten Sommerurlauben sind die Umsätze nun schon den dritten Monat in Folge rückläufig.

Im Gesamtmarkt – also Urlaubsbuchungen in stationären Reisebüros und online auf den Reiseportalen der Veranstalter und OTA’s zusammengenommen – steht der Sommer 2019 zum aktuellen Buchungsstand bei kumuliert minus zwei Prozent. Im Vergleich zum Vormonat hat die Bilanz damit ganze fünf Prozentpunkte eingebüßt. Der Januar ist der stärkste Buchungsmonat des Jahres. Da hinterlassen Verluste deutlich sichtbare Spuren.

Nach den rückläufigen Buchungsumsätzen im Januar weisen derzeit nur noch die sommerlichen Reisemonate Juni und Oktober 2019 positive Umsatzbilanzen auf. Das durch die alljährliche Verschiebung der Pfingstferien im Juni aufgelaufene Plus von 9,2 Prozent reicht aber schon nicht mehr aus, das im Gegenzug entstandene Mai-Minus von 15,8 Prozent aufzufangen. Die sommerlichen Hauptreisemonate Juli und August wie auch der September liegen aktuell zwischen ein bis drei Prozent unter Vorjahr. Mit 68,8 Prozent waren gut zwei Drittel der Buchungsumsätze im Januar Reisebuchungen für die Sommersaison 2019 geschuldet.

Die noch bis Ende April laufende Wintersaison 2018/19 verliert nach den Einbußen im Januar im Vergleich zum Vormonat kumuliert zwar ebenfalls (-2 Prozentpunkte), die Bilanz bleibt mit plus vier Prozent aber positiv. Der jüngst beendete Reisemonat Januar 2019 schließt noch mit 3,6 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr ab. Die kommenden acht Reisemonate werden bis auf den Ostermonat April und den Pfingstmonat Juni nach derzeitigem Stand aber allesamt nicht mehr an ihre jeweiligen Vorjahresumsätze anknüpfen können.

 

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