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Online-Konsum 2017 wächst um 10 Prozent

20.02.2018

Schweizer Konsumenten haben im 2017 für 8,6 Mia. CHF online eingekauft

Der Verband des Schweizerischen Versandhandels VSV hat gemeinsam mit GfK und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post die Gesamtmarkterhebung für den Online- und Distanzhandel in der Schweiz durchgeführt. Die Verlagerung des stationären zum Online-Handel geht weiter, der grenzüberschreitende Online-Handel gewinnt massiv an Bedeutung.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • 2017 kaufen Schweizer Konsumenten für 8.6 Mrd. CHF Waren und Güter online, eine Steigerung von 10 % gegenüber 2016
  • Umsatzstärkste Sortimente sind Heimelektronik mit 2.0 Mrd. CHF und Fashion/Schuhe mit 1.6 Mrd. CHF
  • Online-Auslandseinkäufe legen überproportional um 23 % zu

Im Langzeitvergleich 2010 – 2017 gaben Schweizer Konsumenten 3.5 Mrd. CHF mehr im Online-Versandhandel aus. Fast ein Drittel dieses Wachstums fließt ins Ausland. Seit 2011 haben sich die Online-Einkäufe im Ausland verdreifacht!

Wo wird gekauft?

2017 wurden in der Schweiz Waren für 8.6 Mrd. CHF von Privatpersonen im Online-Versandhandel bestellt:

  • 6.25 Mrd. CHF von Privatpersonen über Unternehmen (B2C)
    in der Schweiz
  • 1.6 Mrd. CHF Onlineeinkäufe von Schweizern im Ausland (B2C/C2C)
  • 0.75 Mrd. CHF über Auktionsplattformen/Marktplätze (B2C/C2C)

Der Online- und Versandhandel wächst damit erneut stärker als der klassische Handel. Während im Food/Near Food erst 2.3% des Gesamtvolumens online eingekauft werden, bestellen die Schweizer Konsumenten Waren aus Non Food-Sortimenten bereits zu 14.2 % online. Die Studienverfasser gehen davon aus, dass bereits im Jahr 2020 rund 20 % der Non Food-Einkäufe online erfolgen.

Non Food – massive Verschiebungen

Insbesondere in den Non Food-Sortimenten ist die Verschiebung vom stationären Einkauf zum Online-Einkauf frappant. Der stationäre Non Food-Handel hat seit 2010 fast 8 Mrd. CHF an Umsatz eingebüßt, die Online-Einkäufe Non Food haben hingegen um 3.2 Mrd. CHF zugelegt. Die Preistransparenz und hohe Produkteverfügbarkeit im Online-Handel sind Treiber dieser Entwicklung.

Was wird in der Schweiz bestellt?

2017 wurden insgesamt für 6.25 Mrd. CHF Waren von Privatpersonen über Unternehmen (B2C) in der Schweiz eingekauft. Erneut wurden mehr Heimelektronik-Artikel bestellt. Ein Umsatzvolumen von total 2.0 Mrd. CHF macht diesen Bereich umsatzmäßig zum beliebtesten Online- und Versandhandels-Sortiment. Mittlerweile wird über 30% des gesamten Heimelektronik-Volumens im Online-Handel realisiert.
An zweiter Stelle der Beliebtheitsskale folgt der Bereich Fashion/Schuhe. Dieser Bereich konnte 2017 trotz Frankenstärke und Preissenkungen auch in der Schweiz weiter zulegen und setzt mittlerweile (nach Abzug der Retouren) 1.66 Mrd. CHF um.
Eine Schweizer Eigenheit ist der starke Online- und Versandhandelsanteil im Bereich Food: 2017 wurden für 910 Mio. CHF Lebensmittel, Wein und Kaffee(-kapseln) online bestellt.

Ausblick 2020 – Lieferdienstleistungen, Preisdruck und Cross Border

Der VSV geht von einem fortschreitenden Wettbewerb rund um das schnellste und „bequemste“ Paket aus. Der hohe Preisdruck im Markt führt zur Angleichung der Preise vergleichbarer Güter – die Unternehmen müssen sich entsprechend mit anderen Leistungen zu differenzieren versuchen.
Ebenso muss davon ausgegangen werden, dass Online-Auslandeinkäufe weiterhin überproportional wachsen. Seit 2015 hat eine erste Welle an Direktimporten aus China die Schweiz erfasst. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung bis 2020 fortsetzt und zusätzlichen Preisdruck im Markt erzeugen wird.

-> Grafiken

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Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
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