Auch im 1. Halbjahr des Reisejahres 2008 gewinnt das Internet als Buchungsmedium weiter an Beliebtheit. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Buchungsanteil von 31,3 auf 32,7 Prozent steigern. Das Wachstum von "nur" 1,4 Prozentpunkten ist schon deutlich moderater ausgefallen als die Zuwächse der vorangegangenen Vergleichszeiträume. Hingegen stagnieren Direktbuchungen bei der Unterkunft oder der Fluggesellschaft (47,9 Prozent), während die Reisebürobuchungen (24,9 Prozent) sogar leicht rückläufig sind.
Doch reicht der Blick allein auf Buchungszahlen kaum, um den tatsächlichen Erfolg eines Buchungsmediums bewerten zu können.
Bei klassischen Pauschalreisen - exemplarisch herausgegriffen mit 14 Tage Aufenthaltsdauer am Mittelmeer – ist das Reisebüro unangefochten das wichtigste Buchungsmedium für deutsche Urlauber. 72 Prozent von diesen Reisen wurden im ersten Halbjahr des Reisejahres 2008 im Reisebüro (stationärer Vertrieb) gebucht.
Besonders erfreulich für die Reisebüros ist, dass von den "HIGH BUDGET" - Reisen gar 84,2 Prozent im Reisebüro gebucht wurden. Hingegen sinkt der Reisebürobuchungsanteil im LOW-BUDGET auf 66 Prozent. Online wurden von 14 tägigen Pauschalreisen ans Mittelmeer nur 14 Prozent der Gesamtbuchungen getätigt. Während im LOW BUDGET der Online-Anteil bei 17 Prozent liegt, werden im HIGH BUDGET nur 6,5 Prozent der Reisen im Internet gebucht. Einerseits kann dies bedeuten, dass im Internet besonders günstig gebucht wird. Vielmehr lesen wir jedoch aus den einzelnen Charakteristika der gebuchten Reisen heraus, dass die Beratung im Reisebüro besonders gefragt ist, sobald der Urlauber mehr Geld und zugleich höherwertig verreisen will.
Wiederum anders verhält es sich bei den Skiurlauben, denn hier wurden bereits 37 Prozent der Buchungen online getätigt, davon 35,9 Prozent für günstige und 42 Prozent für hochwertige Unterkünfte. Nur 11 Prozent der Skiurlaubsreisen wurden im Reisebüro gebucht, obwohl diese tendenziell die Übernachtungen günstiger anbieten können als die Portale im Internet.