Insgesamt unternahmen 38 Prozent der deutschen Haushalte im Zeitraum von November 2007 bis April 2008 eine Urlaubsreise. Das entspricht 13,4 Millionen Haushalten und einem Wachstum von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von diesen Haushalten wurden 43,9 Millionen Reisen unternommen, das sind 700.000 mehr und entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. 69,7 Prozent der Haushalte verreisen länger als 5 Tage und damit um 1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 06/07. 32,7 Prozent der Reisen wurden davon im Internet gebucht.
Singles und ältere Menschen reisen besonders viel. Der Marktanteil an Single-Reisen ist von 10,0 Prozent auf 10,7 Prozent (+0,7 Prozent) gestiegen. Dies bedeutet auf absolute Zahlen bezogen ein Plus von 7,8 Prozent. Der traditionell hohe Marktanteil der 50- bis 64-jährigen von 22 Prozent legte im Untersuchungszeitraum in Absolutzahlen um 4,7 Prozent zu (+0,7 Prozent). Bei den über 64-Jährigen stieg die absolute Anzahl der Reisen um 5 Prozent auf insgesamt 15 Prozent (+0,5 Prozent).
Familien, die für 21,5 Prozent der Reisen verantwortlich sind, verreisen dagegen seltener als bisher. In absoluten Zahlen machten sie 3,6 Prozent weniger Reisen als im Vergleichszeitraum. Bei Familien mit zwei Kindern ist in absoluten Zahlen sogar ein Rückgang um 8,5 Prozent zu verzeichnen.
Doch nicht nur die Reisen selbst, sondern auch die Ausgaben für Reisen sind im ersten Tourismushalbjahr 2008 gestiegen, und zwar nach vorläufigen Hochrechnungen um 3,5 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der Ausgaben (51,7 Prozent) wurden demnach per Vorabbuchung geleistet. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise erhöhten sich im Vergleichszeitraum von 499 auf 507 Euro. Das ist ein Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das höchste Wachstum auf dem Reisemarkt des vergangenen Winters verzeichnen die benachbarten ausländischen Skigebiete. Insgesamt erfolgten 19,8 Millionen Reisen ins Ausland, das sind 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Profitiert haben dabei die klassischen Skiregionen in der Schweiz, in Frankreich und Österreich. Frankreich und Österreich verbuchten 7 Prozent mehr deutsche Wintertouristen und die Schweiz 6,3 Prozent. Die Bundesgenossen durften sich auch über Zuwächse bei den längeren Reisen freuen. Sicherlich muss berücksichtigt werden, dass gerade bei diesen Zielen der Vorjahreszeitraum, Winter 06/07, durch besonders schlecht war (siehe Newsletter vom September 2007).
Einhergehend mit dem starken Anstieg bei den Skidestinationen, sind vor allem auch die Kurztrips zwischen einem und vier Tagen Dauer deutlich überdurchschnittlich gewachsen. Im Vergleich zum 1. Tourismushalbjahr 2007 sind ins Ausland 11 Prozent mehr Kurzaufenthalte unternommen worden
Bei den so genannten Warmwasser-Zielen am Mittelmeer verbuchten die Türkei und Ägypten Zuwächse von jeweils rund 10 Prozent. Aufgrund des günstigen Dollarkurses legte auch die USA kräftig zu. Dieses ging besonders auf Kosten der Länder Spanien, Portugal, Marokko und Tunesien.
GfK TravelScope
Roland Gaßner
0911/395-4535
Bitte verwenden Sie dieses Feld wenn ihre eMail-Adresse die Spaltenbreite überschreitet.