Image der USA verbessert sich nach der Wahl

Ergebnisse einer internationalen Studie der GfK Custom
Research zum Thema "USA"

Nürnberg, 19. Juni 2009 – Mit der Wahl von Barack Obama zum amerikanischen Präsidenten verbessert sich das politische Image der USA im Ausland. Dies ist ein Ergebnis einer Studie zum Thema „Einstellungen gegenüber den USA“, die die GfK Custom Research im Auftrag des Wall Street Journal Europe durchgeführt hat. Schwerpunktthemen der Befragung sind der politische sowie der kulturelle Einfluss der Vereinigten Staaten aus der Sicht von 19 Ländern.

Auf die Frage, wie sich der politische Einfluss Amerikas nach Obamas Wahl in Zukunft ändern wird, zeigt sich mehr als die Hälfte der knapp 20.000 Befragten optimistisch. Die Westeuropäer äußern sich sogar überdurchschnittlich positiv. Drei Viertel glauben an eine Verbesserung. In Belgien, Schweden, Deutschland, Italien und in den Niederlanden gehen sogar rund acht von zehn Personen davon aus, dass die politische Außenwirkung der USA positiver wird. Damit halten in Westeuropa mehr Menschen eine Trendwende für möglich als in den USA selbst. Dort geben rund 61 Prozent an, dass ihr Land durch Obama politisch in einem neuen Licht erscheinen wird.

Politisches Image: Wandel mit Präsidentenwahl

Damit zeichnet sich ein deutlicher Imagewechsel ab. Rückblickend auf die letzten fünf Jahre schätzen zwei von drei Befragten den politischen Einfluss der USA auf die Welt negativ ein. Besonders in Griechenland gibt es viele kritische Stimmen. Rund 88 Prozent sehen negative Effekte der US-Politik. In den Niederlanden, der Schweiz und in Belgien ist dieser Wert ähnlich hoch. In Deutschland gehen drei Viertel der Menschen von negativen politischen Einflüssen während der letzten fünf Jahre aus. In den USA selbst schließen sich 69 Prozent dieser kritischen Sichtweise an.

Kulturelles Image: Exportschlager Film, Sport und Musik

Fragt man die Menschen nach dem besten kulturellen Exportgut Amerikas, so stehen Filme und TV-Serien mit 30 Prozent ganz oben auf der Liste. Besonders die Europäer zeigen sich von den amerikanischen Filmproduktionen begeistert, allen voran die Griechen (52 Prozent), die Ungarn (51 Prozent) und die Niederländer (50 Prozent). Kritik äußert nur etwa jeder fünfte Befragte. Produktionen aus Hollywood empfinden dabei tendenziell Befragte über 50 Jahre als negativ.

Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala liegt der Sport; insgesamt 12 Prozent aller Befragten betrachten Baseball, Football und andere Sportarten als bestes Exportgut der USA. Fans finden sich hier vor allem in Frankreich (18 Prozent) und in der Tschechischen Republik (17 Prozent). Auf Platz drei im Ranking liegt die Musik mit 11 Prozent und überdurchschnittlich vielen Anhängern in der Schweiz, Schweden und Belgien. Den vierten Platz belegen Kunst und Architektur mit 5 Prozent, gefolgt von Mode, Literatur und Essen (vier Prozent).

Das am wenigsten geschätzte Exportprodukt der USA ist nach Ansicht eines Drittels der Befragten die amerikanische Esskultur. Hier steigt der Wert zudem mit der Bekanntheit des Landes. Von den Personen, die die Vereinigten Staaten bereits bereist haben, äußern sich 44 Prozent negativ. In Westeuropa liegt die Zahl der Kritiker bei 45 Prozent, in Frankreich bei 65 Prozent.  

Lob aus Großbritannien, Neutralität in Deutschland

Insgesamt beurteilt knapp ein Viertel der Befragten aller Länder das kulturelle Image der USA positiv. Am besten fällt das Urteil in Großbritannien aus. Insgesamt 38 Prozent der Briten gaben an, dass die kulturellen Einflüsse aus Amerika positiv zu werten sind. Rund 31 Prozent äußerten sich kritisch. Damit ist Großbritannien das einzige Land, in dem es mehr Befürworter als Kritiker der kulturellen Einflüsse gibt. Insgesamt sehen rund 39 Prozent der Befragten negative Effekte amerikanischer Kultur auf das Ausland.

Am wenigsten halten die Menschen in Griechenland, Russland und Ungarn vom kulturellen Einfluss der Vereinigten Staaten. Mehr als die Hälfte der Griechen, knapp die Hälfte der Russen und 40 Prozent der Ungarn sehen schlechte kulturelle Auswirkungen. Gerade in Russland zeigt sich jedoch, dass die Einschätzung davon abhängig ist, ob die Befragten die USA bereits bereist haben. Ist das der Fall, urteilt knapp die Hälfte der Menschen positiv. In der Gruppe derer, die noch nie in den Vereinigten Staaten waren, liegt die Quote der Befürworter nur bei etwa 10 Prozent.

Die Deutschen stehen den Amerikanern in Fragen der Kultur häufig neutral gegenüber. Insgesamt 46 Prozent sehen weder negative noch positive Kultureinflüsse aus den USA. Weitere 16 Prozent finden die Einflüsse der Amerikaner auf die Kultur gut.

Auch die Amerikaner selbst zeigen sich kritisch. Fast die Hälfte der Befragten hält wenig von der kulturellen Außenwirkung ihres Landes.

Zur Studie

Für die internationale GfK-Studie "Einstellungen gegenüber den USA" wurden Bürger gefragt, welchen kulturellen Einfluss die USA generell auf die Welt haben, was die guten oder auch schlechten kulturellen, aus den USA kommenden Einflussfaktoren sind, wie die externe politische Wirkung des Landes in den letzten fünf Jahren eingeschätzt wird, ob sich mit Präsident Barack Obama der politische Einfluss Amerikas auf die Welt verändern wird und ob sie das Land schon einmal bereist haben. Für die aktuelle Studie, die GfK Custom Research im Auftrag von The Wall Street Journal Europe und mit finanzieller Unterstützung des GfK-Nürnberg e.V. durchgeführt hat, wurden im Frühjahr 2009 insgesamt 19.295 Personen in 19 Ländern befragt.

Weitere Informationen: Sandra Lades, GfK Custom Research,
Tel. +49 911 395-3606, sandra.lades@gfk.com

Wall Street Journal Europe

Das Wall Street Journal Europe wurde im Jahr 1983 gegründet und hat seinen Sitz in Brüssel. Es ist ein Teil des weltweit führenden Wirtschaftsnachrichtenkonzerns, zu dem auch das Wall Street Journal, das Wall Street Journal Asia und Wall Street Journal Online, die weltweit größte Nachrichtenwebsite auf Abonnentenbasis, gehören. Zusammen haben diese Publikationen eine verkaufte Auflage von 2,6 Millionen.

Weitere Informationen: Huss-PR-Consult, Judith Huss,
Tel. +49 89 6494-5570,
judith.huss@hussprconsult.de

Zur GfK Gruppe

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media aktiv. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 150 operative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den 10.267 Beschäftigten (Stand 31. März 2009) arbeiten mehr als 80 Prozent außerhalb Deutschlands. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.

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