Nürnberg, 28. August 2008 – Das zweite Quartal 2008 verlief für die GfK Gruppe erfolgreich. Die Gruppe erzielte ein herausragendes organisches Umsatzwachstum von 11,4 Prozent. Das angepasste operative Ergebnis stieg um 13,4 Prozent auf 43,8 Millionen Euro im Vergleich zum zweiten Quartal 2007. Mit einem Wert von 13,6 Prozent lag die Marge, das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz, über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals von 13,2 Prozent.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erreichte das organische Umsatzwachstum 8,4 Prozent. Damit erzielte die GfK Gruppe das höchste organische Wachstum seit dem Börsengang im Jahr 1999. Zu diesem Wachstum trugen alle drei Sektoren bei. Negative Währungseffekte schmälerten das Umsatzwachstum um 4,5 Prozent. Der ausgewiesene Umsatz nach Währungseffekten und Akquisitionen erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 589,7 Millionen Euro. Das angepasste operative Ergebnis stieg auf 66,8 Millionen Euro nach 63,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007. Die Marge erreichte mit 11,3 Prozent annähernd das Vorjahresniveau von 11,5 Prozent.
Besonders erfreulich entwickelte sich der Sektor Retail and Technology, der auch im zweiten Quartal 2008 seine Margenstärke weiter ausbauen konnte. Trotz ungünstiger Wechselkursentwicklungen erzielte der Sektor Media ein starkes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Zudem konnte der Sektor Custom Research, der das Geschäftsjahr etwas verhaltener begonnen hatte, im zweiten Quartal 2008 die Werte des vergleichbaren Vorjahresquartals übertreffen. Der Sektor steigerte im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Umsatz um insgesamt 5,7 Prozent. Regional verzeichnet die GfK in Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik sowie Lateinamerika ein sehr starkes organisches Wachstum.
Insgesamt ist die Auftragssituation des GfK-Konzerns sehr gut. Ende Juli waren bereits 80,3 Prozent des für 2008 erwarteten Umsatzes der GfK Gruppe verbucht oder im Auftragsbestand enthalten. Damit konnte das hohe Vorjahresniveau von 79,4 Prozent nochmals übertroffen werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der GfK Gruppe
Im ersten Halbjahr 2008 lag das organische Umsatzwachstum der GfK Gruppe bei starken 8,4 Prozent. Aus Akquisitionen resultierte eine Umsatzsteigerung von insgesamt 2,6 Prozent. Wechselkurseffekte, die sich größtenteils aus der Aufwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar ergeben, verminderten den Umsatz um 4,5 Prozent. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konnte die GfK ihren UMSATZ insgesamt um 6,5 Prozent auf 589,7 Millionen Euro (Vorjahr: 553,7 Millionen Euro) steigern.
Der Einfluss von Währungskursänderungen auf den Konzernabschluss ist begrenzt, da die Wertschöpfung der GfK im Wesentlichen in der jeweiligen lokalen Währung, in der das Unternehmen auch seine Umsätze fakturiert, entsteht. Es handelt sich daher zumeist um Umrechnungseffekte aufgrund der in Euro ausgewiesenen konsolidierten Umsätze.
GfK Gruppe: Kennzahlen zur Entwicklung1)
In Millionen Euro | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr 2008 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2008 bereinigt3) | Veränderung in % |
Umsatz | 553,7 | 589,7 | +6,5 | 589,7 | +6,5 |
Bruttoergebnis vom Umsatz | 177,6 | 180,4 | +1,6 | 180,4 | +1,6 |
EBITDA | 77,3 | 73,2 | - 5,3 | 82,9 | +7,3 |
Angepasstes operatives Ergebnis | 63,5 | 66,8 | +5,2 | 66,8 | +5,2 |
Marge in Prozent2) | 11,5 | 11,3 |
| 11,3 |
|
Operatives Ergebnis | 53,0 | 49,7 | - 6,2 | 59,4 | +12,1 |
EBIT | 54,7 | 51,2 | - 6,5 | 60,9 | +11,3 |
Konzernergebnis | 29,6 | 28,1 | - 5,2 | 34,7 | +17,3 |
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,75 | 0,69 | - 8,0 | 0,87 | +16,0 |
1) Rundungsdifferenzen möglich
2) Angepasstes operatives Ergebnis zum Umsatz
3) Bereinigt um die Aufwendungen für den bis zu diesem Zeitpunkt geplanten Zusammenschluss unter Gleichen von GfK und TNS in Höhe von 8,9 Millionen Euro und die bislang angefallenen Kosten für die Umwandlung der GfK AG in die GfK SE in Höhe von 0,8 Millionen Euro.
Das ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS (im Folgenden: Ergebnis) wuchs um 5,2 Prozent auf 66,8 Millionen Euro gegenüber 63,5 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Organisch verbesserte sich das Ergebnis um 7,4 Prozent, während Akquisitionen das Ergebnis um 1,5 Prozent erhöhten. Geschmälert wurde das Ergebnis durch negative Wechselkurseffekte in Höhe von 3,7 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal 2008 verbesserte sich die Marge von 8,6 Prozent deutlich auf 11,3 Prozent für die ersten sechs Monate.
Wie ihre Wettbewerber verwendet die GfK Gruppe das angepasste operative Ergebnis als Erfolgsgröße. Mit ihr steuert das Management konzernweit das operative Geschäft. Die GfK ist überzeugt, dass die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung anhand des angepassten operativen Ergebnisses die Interpretation des Geschäftsverlaufs der GfK Gruppe erleichtern und die Aussagefähigkeit im Vergleich zu den anderen großen Marktforschungsunternehmen erhöhen.
Das angepasste operative Ergebnis wird ermittelt, indem Aufwendungen und Erträge, die die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmensbereiche und des Konzerns verzerren, aus dem operativen Ergebnis eliminiert werden. Im ersten Halbjahr 2008 lagen diese als hervorgehobene Posten bezeichneten Ergebnisgrößen insgesamt bei 17,1 Millionen Euro (Vorjahr: 10,5 Millionen Euro).
Auf bereinigter Basis, also ohne Berücksichtigung der Kosten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen, stieg das operative Ergebnis um 12,1 Prozent auf 59,4 Millionen Euro (Vorjahr: 53,0 Millionen Euro). Das ausgewiesene operative Ergebnis lag bei 49,7 Millionen Euro und damit 6,2 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2007.
Das BETEILIGUNGSERGEBNIS betrug 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1,7 Millionen Euro).
Bereinigt um die Kosten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen, erhöhte sich das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent auf 60,9 Millionen Euro. Das ausgewiesene EBIT in Höhe von 51,2 Millionen Euro lag um 6,4 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg das um Kosten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen bereinigte EBITDA um 7,3 Prozent auf 82,9 Millionen Euro. Das ausgewiesene EBITDA verringerte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 5,3 Prozent auf 73,2 Millionen Euro (Vorjahr: 77,3 Millionen Euro).
Das SONSTIGE FINANZERGEBNIS, der Saldo aus SONSTIGEN FINANZERTRÄGEN und SONSTIGEN FINANZAUFWENDUNGEN, erreichte minus 10,3 Millionen Euro und verbesserte sich um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von minus 11,8 Millionen Euro.
Die STEUERQUOTE lag mit 31,3 Prozent geringfügig über dem Vorjahresniveau (30,9 Prozent).
Das um Kosten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen bereinigte KONZERNERGEBNIS lag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 34,7 Millionen Euro deutliche 17,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Unbereinigt belief sich das Konzernergebnis auf 28,1 Millionen Euro gegenüber 29,6 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen betrug sowohl das unverwässerte als auch das verwässerte ERGEBNIS JE AKTIE 0,87 Euro (Vorjahr: 0,75 Euro). Zum Ende des ersten Halbjahres 2008 erhöhte sich die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Aktien des GfK-Konzerns um 34.651 auf 35.897.682 Aktien. Die zusätzlichen Aktien resultieren aus ausgeübten Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans für Führungskräfte der GfK AG. Vor Bereinigungen lagen das unverwässerte als auch das verwässerte Ergebnis bei 0,69 Euro.
Entwicklung der Sektoren
Alle Sektoren konnten ihren Umsatz organisch steigern und damit zur dynamischen Entwicklung der GfK Gruppe im ersten Halbjahr beitragen. Besonders hervorzuheben ist der Sektor Retail and Technology, der im Berichtszeitraum ein überaus hohes Wachstum erzielte.
CUSTOM RESEARCH: Das Portfolio dieses Sektors umfasst kontinuierlich erhobene Daten, etwa aus Haushalts- oder Ärztepanels, und exklusiv auf individuelle Fragestellungen zugeschnittene Ad-hoc-Studien.
Gegenüber dem ersten Quartal 2008 verdoppelte der Sektor in den ersten sechs Monaten sein organisches Umsatzwachstum von 2,6 Prozent auf 5,2 Prozent. Insgesamt erhöhte der Sektor seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2008 um 2,9 Prozent auf 380,5 Millionen Euro. Akquisitionen steigerten das Wachstum zusätzlich um 3,0 Prozent. Negative Währungseffekte beeinträchtigten den Umsatz maßgeblich um 5,3 Prozent. Custom Research erzielte ein Ergebnis von 21,4 Millionen Euro (Vorjahr: 24,1 Millionen Euro). Die Marge des Sektors lag bei 5,6 Prozent. Bei dem Ergebnisrückgang handelt es sich primär um zeitliche Verschiebungen des Ergebniseingangs und nicht um einen Ergebnisausfall. Eine Ursache liegt darin, dass einige Geschäftsbereiche im Sektor Custom Research ihre Tätigkeit im Rahmen des Key Account Managements verstärkt auf große, globale Projekte, die teilweise einen längeren Verhandlungs- und Durchführungszeitraum benötigen, konzentrieren. Während die meisten Geschäftsbereiche eine zufriedenstellende Entwicklung nahmen, zeigte insbesondere das HealthCare-Geschäft eine regional unterschiedliche Entwicklung. In Deutschland sowie in Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika verlief das Geschäft äußerst zufriedenstellend. In Zentral- und Osteuropa konnten neue Healthcare-Märkte erschlossen und hohe Wachstumsraten erzielt werden. Jedoch führte der Trend schrumpfender Marktforschungsbudgets in der Pharmaindustrie insbesondere bei den US-amerikanischen Geschäftseinheiten zu einer verhaltenen Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die US-amerikanische Pharma-industrie kämpft mit Umsatzeinbrüchen bedingt durch Generika, mit der nur mühsamen Freigabe neuer, patentierter Produkte durch die U.S. Food and Drug Administration (F.D.A.) sowie mit zahlreichen Überprüfungen unter politischen als auch regulatorischen Aspekten. Der hieraus für die Pharmaindustrie entstehende Kostendruck führt unter anderem zu Kürzungen von Marktforschungsbudgets. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen der relevanten HealthCare-Geschäftseinheiten sollen dieser Entwicklung entgegensteuern und zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.
International hält die Nachfrage nach Ad-hoc-Dienstleistungen in den Wachstumsregionen Lateinamerika, Zentral- und Osteuropa sowie Asien und Pazifik weiterhin an.
Seit Umstellung der Erfassungsmethodik auf In-home-Scanning zum Beispiel in Österreich konnten im Geschäftsbereich Consumer Tracking zahlreiche neue Kunden gewonnen und Produktgruppen generiert werden. Vor diesem Hintergrund sind bis zum Ende des Geschäftsjahres Investitionen in den Aufbau weiterer In-home-Scanning-Panels in Zentral- und Osteuropa geplant.
RETAIL AND TECHNOLOGY: Im Sektor Retail and Technology ist der Handel die Quelle der Daten. Kunden werden mit Informations- und Beratungsdienstleistungen versorgt, die auf kontinuierlichen Erhebungen und Analysen der Umsätze von Gebrauchsgütern und Dienstleistungen im Einzelhandel in über 70 Ländern basieren. Die Services umfassen regelmäßig erscheinende Studien zu den Marktsegmenten Bürokommunikation, Fototechnik und Optik, elektrische Haushaltsgeräte, Informationstechnologie, Telekommunikation, Sportausrüstung, Tourismus sowie Unterhaltungselektronik und -medien.
Im Berichtszeitraum konnte Retail and Technology sein Geschäft weiter deutlich ausbauen. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2008 um 16,8 Prozent auf 142,8 Millionen Euro. Das organische Umsatzwachstum betrug überragende 15,7 Prozent. Der Sektor erreicht damit die höchste organische Wachstumsquote aller Sektoren. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 2,9 Prozent. Währungseffekte in Höhe von 1,8 Prozent wirkten sich umsatzmindernd aus. Die hervorragende Umsatzverbesserung kann auf die systematische Ausweitung des Dienstleistungsangebots sowie auf die steigende Angebotsfrequenz von Berichten zurückgeführt werden. Insbesondere in den Emerging Markets verlief die Geschäftstätigkeit von Retail and Technology sehr erfolgreich. In Lateinamerika vergrößerte der Sektor sein Netzwerk durch die Übernahme des Unternehmens Shopping Brasil. Das Ergebnis wuchs überproportional um 24,5 Prozent auf 35,1 Millionen Euro. Auch im ersten Halbjahr 2008 erzielte Retail and Technology die höchste Marge aller Sektoren. Diese konnte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 23,1 Prozent auf 24,6 Prozent nochmals deutlich verbessert werden.
MEDIA: Informationsservices zu Reichweiten, Intensität und Art der Nutzung von Medien und Medienangeboten sowie zu deren Akzeptanz in über 20 Ländern Europas und in den USA bietet der Sektor Media. Das Angebot richtet sich an Kunden aus Medienunternehmen, Agenturen und der Markenartikelindustrie. Es beinhaltet sowohl kontinuierliche als auch spezielle, einmalig durchgeführte Studien und Analysen. Die Quelle der Informationen für den Sektor Media sind die Medien Fernsehen, Hörfunk, Print, Außenwerbung und Online.
Das organische Umsatzwachstum des Sektors Media betrug hervorragende 13,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 konnte in Belgien der Vertrag zur Fernsehreichweitenforschung um drei Jahre und der Vertrag zur Radiohörerforschung um ein weiteres Jahr verlängert werden. Außerdem wurde in Großbritannien der "BBC Cross Media"-Vertrag um ein weiteres Jahr erneuert. In der Ukraine erhielt die GfK einen mehrjährigen Vertrag im Bereich der Mediennutzungsmessung. In Nordamerika konnte der Sektor mehrere neue Produkte erfolgreich am Markt etablieren. Insgesamt erzielte der Sektor ein Umsatzplus von 7,8 Prozent (64,3 Millionen Euro). Wechselkurseffekte schmälerten den Umsatz um 5,6 Prozent. Der Sektor konnte sein Ergebnis insgesamt trotz negativer Währungskurseffekte in Höhe von 7,8 Prozent um 3,7 Prozent auf 12,7 Millionen Euro steigern. Die Marge betrug 19,8 Prozent.
SONSTIGE: Ergänzt werden die Sektoren um den Bereich Sonstige, in dem insbesondere zentrale Dienstleistungen der GfK für ihre Tochterunternehmen sowie sonstige marktforschungsfremde Leistungen zusammengefasst werden. Der Bereich beinhaltet im Wesentlichen Teile der IHA-GfK, die GfK Data Services, die GfK Methoden- und Produktentwicklung sowie Abteilungen der GfK Group Services.
In den ersten sechs Monaten erzielte der Bereich Sonstige einen Umsatz von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,2 Millionen Euro). Insbesondere höhere Personal-, EDV- als auch Beratungskosten führten zu einer Ergebnisunterdeckung von 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,1 Millionen Euro).
Entwicklung der Regionen
Die GfK Gruppe ist in den Regionen Deutschland, Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika, Zentral- und Osteuropa, Nordamerika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik tätig.
Auch im ersten Halbjahr 2008 entwickelte sich die GfK Gruppe in den Wachstumsregionen Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik sowie in Lateinamerika überaus erfolgreich und konnte ihre Marktpositionen weiter ausbauen. In Deutschland konnten die GfK-Unternehmen ebenfalls eine hervorragende organische Wachstumsrate erzielen.
DEUTSCHLAND als Hauptsitz der GfK ist die dem Umsatz nach zweitgrößte Region. Hier erwirtschaftete die Gesellschaft in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 156,5 Millionen Euro Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte die GfK das organische Umsatzwachstum von 5,3 Prozent auf sehr gute 15,4 Prozent. Das erfreuliche Umsatzwachstum kann auch auf die herausragende Geschäftsentwicklung im Sektor Retail and Technology zurückgeführt werden. Viele internationale Aufträge des Sektors werden über Deutschland koordiniert und abgewickelt.
WESTEUROPA, MITTLERER OSTEN und AFRIKA ist mit 239,0 Millionen Euro die Region mit dem höchsten Umsatzbeitrag. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2008 insgesamt um 3,1 Prozent. Organisch bedingt erhöhte sich der Umsatz um 5,2 Prozent, während Akquisitionen 1,8 Prozent zum Wachstum beitrugen. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 3,9 Prozent.
Die GfK-Unternehmen in der Region ZENTRAL- UND OSTEUROPA steuerten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 42,5 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 32,8 Millionen Euro). Insgesamt wuchs der Umsatz sehr dynamisch um 29,4 Prozent. In Zentral- und Osteuropa erzielte die GfK mit 23,6 Prozent die höchste organische Wachstumsquote aller Regionen. Akquisitionen erhöhten das Wachstum zusätzlich um 4,5 Prozent und positive Wechselkurseffekte um 1,3 Prozent.
In der Region NORDAMERIKA erwirtschaftete die Gesellschaft im ersten Halbjahr einen Umsatz von 102,7 Millionen Euro (Vorjahr: 119,1 Millionen Euro). Der beschleunigte Währungsabschwung des US-Dollars gegenüber dem starken Euro führte im ersten Halbjahr 2008 zu negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 13,0 Prozent. Ein deutliches organisches Wachstum im zweiten Quartal 2008 reduzierte den Umsatzrückgang im ersten Quartal von 2,3 Prozent zum Halbjahr auf nur noch 0,7 Prozent. Zu dieser Verbesserung haben speziell Geschäftseinheiten des Sektors Media beigetragen, die im zweiten Quartal 2008 ihre Umsätze deutlich steigern konnten. Bei den HealthCare-Geschäftseinheiten blieb die Umsatzgenerierung verhalten. Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen der relevanten Geschäftseinheiten sollen dieser Entwicklung entgegen steuern und zu signifikanten Kosteneinsparungen führen.
In LATEINAMERIKA erzielte die GfK einen Umsatz von 14,7 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 von 29,4 Prozent. Das organische Umsatzwachstum lag bei sehr erfreulichen 23,1 Prozent. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 6,4 Prozent. Währungseffekte minderten den Umsatz geringfügig um 0,1 Prozent.
Der Umsatz in der Region ASIEN UND PAZIFIK erhöhte sich insgesamt um 48,2 Prozent auf 34,2 Millionen Euro. Aus organischem Umsatzwachstum resultierten 17,0 Prozentpunkte. Akquisitionen führten zu einer Umsatzsteigerung um 34,9 Prozent. Die GfK baute ihre Marktposition in der Region durch die Übernahme der australischen Blue Moon Group weiter aus. Wechselkurseffekte schmälerten das Umsatzwachstum um 3,7 Prozent.
Status GfK und TNS
Am 9. Juli 2008 bestätigte der Vorstand der GfK, dass er sich mit dem britischen Marktforschungsunternehmen Taylor Nelson Sofres plc (TNS) geeinigt hat, den Vertrag über den beabsichtigten Zusammenschluss beider Unternehmen aufzuheben. Gleichzeitig gab der Vorstand bekannt, dass die GfK aktiv das Vorhaben verfolgt, ein alternatives Barangebot für TNS unter Einbeziehung eines möglichen Investors, der Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Finanzierung zur Verfügung stellt, abzugeben.
Nach detaillierten und intensiven Verhandlungen ist der Vorstand der GfK zu dem Schluss gekommen, dass die Bedingungen, zu denen eine Finanzierung möglich gewesen wäre, kein ausreichend zufriedenstellendes Alternativangebot für TNS ermöglicht hätte und zudem ökonomisch nicht im besten Interesse der GfK-Aktionäre gewesen wäre. Die GfK wird daher das Vorhaben zur Abgabe eines Angebots für TNS nicht weiter verfolgen, schließt aber die Möglichkeit für ein Angebot für TNS zu einem späteren Zeitpunkt nicht aus, wenn sich die Umstände signifikant ändern.
Die GfK hat immer aus einer Position der Stärke heraus gehandelt und kann, nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Quartalszahlen, auch allein weiterhin ihre Wachstumsstrategie verfolgen und in Zukunft attrak-tive Akquisitionsmöglichkeiten wahrnehmen.
Ausblick
Für das Gesamtjahr 2008 geht die GfK Gruppe unverändert von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Die Gesellschaft wird ihre Position als eines der führenden internationalen Marktforschungsunternehmen auch in Zukunft weiter ausbauen. Attraktive Akquisitionsmöglichkeiten, die einen Ausbau der bestehenden Produktpalette und der bestehenden Marktpositionen ermöglichen, werden kontinuierlich geprüft und wahrgenommen. Der Investitionsschwerpunkt wird insbesondere in den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika und Asien und Pazifik liegen. Außerdem setzt sich die GfK Gruppe kontinuierlich mit den Herausforderungen auf den Marktforschungsmärkten und der Entwicklung neuer Geschäftsansätze rund um das Produktportfolio auseinander. Die GfK verfügt über ein breit diversifiziertes Unternehmensportfolio. Sektoren, die eher einer konstanten Marktentwicklung folgen, werden durch Sektoren ergänzt, die stärker zyklischen Einflüssen unterliegen und somit zusätzliche hohe Chancen bieten.
Die Kernkompetenz einer faktenbasierten Beratung und Dienstleistung positioniert die GfK in einem veränderten Wettbewerbsumfeld flexibel und ausgewogen. Zweistellige Wachstumsraten in den neuen Märkten Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik stärken die globale Präsenz und Kompetenz der GfK. Das auf lokale Anforderungen zugeschnittene Service- und Produktportfolio profitiert von seiner methodischen Breite sowie der permanenten Forschung und Weiterentwicklung der Instrumente. Organisches Wachstum in Kombination mit gezielten Akquisitionen sind Teil der 5-Star-Initiative-Strategie, die die GfK auch zukünftig verfolgen wird.
Per Ende Juli 2008 war die Auftragslage der GfK Gruppe im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser. Das Auftragsbuch, die Summe aus bereits fakturierten Aufträgen und den das Jahr 2008 betreffenden, gesicherten Auftragsbestand, deckt schon 80,3 Prozent des zu erwartenden Jahresumsatzes ab (2007: 79,4 Prozent).
Aufgrund dieser erfreulichen Situation und des guten Halbjahresabschlusses adjustiert die GfK die für das laufende Geschäftsjahr veröffentlichten Ziele für ihre drei Sektoren und die Gruppe wie folgt:
Guidance 2008
| Umsatzwachstum | Marge |
Custom Research | > 4,5 | ~ 8,0 |
Retail and Technology | > 10,0 | ~ 26,0 |
Media | > 8,0 | > 19,0 |
GfK Gruppe2) | > 6,0 | > 13,0 |
1) Ohne Wechselkurseffekte
2) Enthält den Bereich Sonstige
Die GfK Gruppe hebt ihren Ausblick für das organische Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2008 auf mehr als 6,0 Prozent an (vorher mehr als 5,5 Prozent). Damit erwartet die GfK, wiederum schneller als der Markt zu wachsen. Die Marge der GfK Gruppe soll weiterhin über 13,0 Prozent liegen. Auswirkungen von Wechselkurseffekten sind hierbei nicht berücksichtigt.
Voraussichtliche Finanztermine
14. November 2008 Neunmonatsbericht zum 30. September1)
27. Februar 2009 Vorläufiges Ergebnis 20081)
31. März 2009 Bilanzpressekonferenz sowie
Analystenkonferenz
15. Mai 2009 Quartalsbericht zum 31. März1)
20. Mai 2009 Hauptversammlung, Fürth
14. August 2009 Halbjahresbericht zum 30. Juni1)
13. November 2009 Neunmonatsbericht zum 30. September1)
1) Die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich vor Börsenbeginn
Zur GfK Gruppe
Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunternehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media aktiv. Die GfK Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 1.162,1 Millionen Euro. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 115 operative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den 9.457 Beschäftigten (Stand 30. Juni 2008) arbeiten 81,6 Prozent außerhalb Deutschlands. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.
V.i.S.d.P.
GfK AG, Corporate Communications
Marion Eisenblätter
Nordwestring 101
90319 Nürnberg
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Fax +49 (0) 911 395-4041
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Diese Pressemitteilung enthält vorausschauende Aussagen. Vorausschauende Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben; sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Jede Aussage in dieser Pressemitteilung, die unsere Absichten, Annahmen, Erwartungen oder Vorhersagen (sowie die zu Grunde liegenden Annahmen) wiedergibt, ist eine vorausschauende Aussage. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der GfK Gruppe derzeit zur Verfügung stehen. Vorausschauende Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.
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