Ausblick*

Gesamtwirtschaftliche Lage: Wachstum mit Risiken 

Im Jahr 2008 wird nach Meinung von Experten das weltweite Wirtschaftswachstum voraussichtlich 3,5 Prozent betragen und verliert damit etwas an Dynamik. Das größte Risiko für die konjunkturelle Entwicklung geht von der Immobilienkrise in den USA und die dadurch verursachten Turbulenzen an den Finanzmärkten aus, solange die negativen Effekte nicht vollständig absehbar sind. Vor allem die Industrieländer werden von der Konjunkturabschwächung betroffen sein, während die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern hoch bleiben dürfte.

Die europäische Wirtschaft wird weiterhin zunehmend Wachstumsimpulse aus der Binnenwirtschaft erfahren. Der Privatkonsum wird dynamisch zulegen und größtenteils den aufwertungsbedingten Dämpfer im Export ausgleichen können. 

Für Deutschlands Wirtschaft wird mit einem abgeschwächten, aber anhaltenden Wachstum von 2,0 Prozent gerechnet. Wichtigste Triebfeder für das Wachstum soll 2008 der Privatkonsum sein, der sich von der Mehrwertsteuererhöhung erholt und vom Beschäftigungsaufbau sowie dem Konjunkturaufschwung der letzten Jahre profitiert. Der Außenhandel wird durch die Dollarschwäche an Schub verlieren, aber auf hohem Niveau bleiben, die Exporteure halten voraussichtlich ihre Weltmarktanteile. Am Arbeitsmarkt setzt sich der Aufschwung zwar fort, dennoch gemäßigter als noch 2007, da die Unternehmen weniger Neueinstellungen planen.

Marktforschungsbranche: vielfältige Wachstumspotentiale 

Die Marktforschungsbranche hat in der Vergangenheit regelmäßig Wachstumsraten erzielt, die merklich über den Zuwächsen der Gesamtwirtschaft lagen und sich auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten als vergleichsweise krisenresistent erwiesen. Es ist davon auszugehen, dass die Robustheit der Marktforschungsbranche sich auch künftig erweisen wird, wenngleich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung als Einflussfaktor in Rechnung zu stellen ist. So ist zu erwarten, dass sich das langfristige Wachstum der Marktforschungsbranche im Jahr 2008 fortsetzt, nach Expertenmeinung mit einer Rate zwischen vier und fünf Prozent.

Grundsätzlich ist von einer weiterhin starken Nachfrage nach Markt- und Konsumenteninformationen sowie darauf aufbauenden Interpretations- und Beratungsleistungen auszugehen. Die Renditeanforderungen der Kapitalmärkte erfordern einerseits die kontinuierliche Erschließung neuer Absatzchancen durch die Entwicklung von Neuprodukten und die Identifizierung neuer Absatzmärkte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Effektivität und Effizienz von Marketing- und Verkaufsmaßnahmen und ihren Erfolgsnachweis. Sowohl für die Erschließung neuer Potentiale als auch für die Wirkungsoptimierung sind die durch Marktforschung gelieferten Informationen vielfach unabdingbar.

In globaler Perspektive dürften sich die Wachstumstreiber zwischen wirtschaftlich entwickelten Regionen einerseits und aufstrebenden Regionen andererseits unterscheiden. In etablierten Märkten ist – vor allem in Branchen mit Sättigungstendenzen – ein sich ständig intensivierender Wettbewerb um Kundenpotentiale festzustellen. Gleichzeitig verändert die Dynamik im Mediensektor das Kommunikations- und Konsumverhalten der Menschen. Durch die als Web 2.0 apostrophierte Ausbildung sozialer Netzwerke im Internet wird sowohl der Informationsaustausch als auch die Wahrnehmung von Marketingaktivitäten radikal verändert. Dies erfordert von den Unternehmen veränderte Strategien und erzeugt gleichzeitig den Bedarf nach Informationen als Entscheidungsgrundlage. Während klassische Methoden der Marktforschung ihre Bedeutung behalten, schafft das Internet – neben der Notwendigkeit in Form neuer Dynamiken – auch die Möglichkeit zu neuen methodischen Wegen der Forschung.

In den Schwellenländern wird die Wachstumsdynamik der Marktforschungsbranche durch mehrere Faktoren positiv beeinflusst. Das große wirtschaftliche Wachstum schafft Bedarf bei den einheimischen Unternehmen, ihre Märkte im In- und Ausland besser zu verstehen – auch um von der reinen Produzentenrolle hin zu einer eigenständigen Vermarktung gerade in höherwertigen Produkt- und Markensegmenten zu kommen. Dabei besteht teilweise nach wie vor Aufholbedarf, was – in den etablierten Märkten längst selbstverständliche – Forschungsinstrumente und -standards anbelangt. Das Anwachsen von wirtschaftlich prosperierenden Bevölkerungssegmenten führt auch bei den multinationalen Konzernen aus etablierten Wirtschaftsregionen weiterhin zu einem Bedarf nach Durchdringung dieser Segmente, um die Marktchancen gerade im Markenartikelbereich auszuschöpfen.

Chancen: Internationale Projekte nehmen weiter zu

Im Zuge der Globalisierung zielen multinationale Unternehmen auf Konsumenten in Schwellenländern ab und nationale Unternehmen expandieren zunehmend in Nachbarländer. Dementsprechend beauftragen immer mehr Kunden Marktforschungsunternehmen damit, internationale Marktforschungsprojekte durchzuführen. Dabei benötigen sie vergleichbare Daten, um Angebote und Marketingpläne zu kreieren, die in mehr als einem Markt erfolgreich sein sollen. Daten im Kontext der Kultur und nationaler Eigenheiten zu bewerten, ist der Schlüssel für zuverlässige Ergebnisse. Daher bedarf es Analyseinstrumente, die Handlungsempfehlungen ermöglichen, die kulturelle Unterschiede und die jeweiligen ökonomischen Entwicklungsphasen der Länder berücksichtigen.  

Neue Möglichkeiten durch Online-Befragungen

In knapp einem Jahrzehnt ist die kostengünstige und zeitsparende Online-Befragung zu einem wichtigen Erhebungsinstrument der Marktforschung geworden. Die Internetnutzung ist in den meisten entwickelten und auch Schwellenländern mittlerweile weit verbreitet. Die Zielgruppenerreichung stellt daher zumeist kein Problem mehr dar. Durch die technologische Weiterentwicklung des Internets und die zunehmend flächendeckende Nutzung von Breitband-Anschlüssen in den industrialisierten Ländern ergeben sich für die Marktforschungsbranche neue Möglichkeiten. So können Multimedia-Elemente und damit realitätsnahe Vorlagen in Befragungen eingebettet werden. Durch die Analyse von Web 2.0-Anwendungen wie Blogs oder Foren entstehen gänzlich neue Erhebungsmethoden. 

Customer Relationship Management

In vielen Branchen bekommt die Generierung von Informationen, die sehr detailliert das Kundenverhalten und seine Determinanten abbildet, zunehmend Bedeutung. Gerade in Branchen wie zum Beispiel dem Telekommunikations- oder IT-Sektor  – und auf Sicht wohl auch in liberalisierten Versorgungsmärkten – gewinnt die Bindung aufwändig gewonnener Kunden an Wichtigkeit. Die genaue Beobachtung des Shopper-Verhaltens im Handel ist sowohl für diesen selbst als auch für die Industrie von großem Interesse, um Produkte optimal zu listen und zu platzieren sowie Outlets entsprechend zu gestalten. Die Anwenderfreundlichkeit von Websites übt entscheidenden Einfluss auf den Erfolg internetbasierter Geschäftsmodelle aus. Insofern ist generell ein zunehmender Bedarf an Forschungsinstrumenten in diesen Bereichen zu erwarten, die unmittelbar operationalisierbare Informationen für die Optimierung von Kundenkontakt und -service liefern.

Forschung und Entwicklung: Schnellere Erhebung und zunehmende Online-Nutzung

Die konsequente Weiterentwicklung der Methoden und Instrumente der GfK fokussiert sich auf drei Schwerpunkte:

Erhebungen sollen noch valider werden und das untersuchte Verhalten, zum Beispiel den Kauf von Produkten oder die Wahrnehmung von Werbung, noch besser abbilden. Sie sollen abwechslungsreicher, interessanter und gegebenenfalls auch kürzer gestaltet sein. Diese Ziele bedingen sich gegenseitig: Nur ein interessierter Interviewpartner gibt durchdachte und aussagekräftige Antworten. Dazu werden nicht nur neue Abfragetechniken getestet, sondern auch bisherige Techniken laufend, unter anderem auch durch den Einsatz von Gehirnscans, auf ihre Validität überprüft. Zu diesem Zweck arbeitet die GfK mit Marketingfachleuten, Statistikern und Neuropsychologen zusammen. Sie berücksichtigt so die aktuellen Ergebnisse universitärer Forschung, initiiert aber auch selbst solche Studien.

Ein weiteres Ziel ist eine verbesserte Auswertung und deren zeitigere Zurverfügungstellung. Die GfK entwickelt hierfür Datenbanken, statistische Modelle und Simulationssoftware-Instrumente. Interne Arbeitsabläufe sollen automatisiert und Daten über das Internet zugänglich gemacht werden. Die Auswertungssoftware wird stets laufend in allen Geschäftsbereichen optimiert.

Die steigende Produktvielfalt erfordert eine Aufstockung der Stichproben. Hier setzt die GfK vor allem auf Erhebungsformen über das Internet, die zunehmend in vielen Ländern möglich sind.

Human Resources: hochqualifizierte Mitarbeiter gewinnen und binden

Die GfK Gruppe geht auch im Jahr 2008 von einer weiter steigenden Mitarbeiterzahl aus. Dabei steht sie einem sehr anspruchsvollen Umfeld für die Personalbeschaffung und -bindung gegenüber. 

Die Suche nach den richtigen Talenten erfordert nachhaltige Konzepte zur Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie für die Mitarbeiterbindung. Insbesondere gilt dies für die Regionen Asien und Pazifik, Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa, die eine höhere Fluktuationsquote aufweisen als die anderen Regionen, in denen die GfK tätig ist. Um dieser Situation zukünftig entgegenzuwirken, werden hier spezielle Mitarbeiterbindungs-Programme erstellt. Erklärtes Ziel ist es, hochqualifizierte Mitarbeiter für weiterführende Aufgaben vorzubereiten sowie zu begeistern und an die GfK Gruppe zu binden.

Zu diesem Zweck werden im Jahr 2008 die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte und Instrumente weiter konsequent fortgeführt. Hierzu gehören unter anderem Programme zur internationalen Führungskräfteentwicklung sowie Maßnahmen, die sowohl eine funktions- wie auch regionenübergreifende Nachfolgeplanung vorsehen.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten sich durch vielfältige neue Aufgabenstellungen sowie die steigende Internationalisierung der GfK Gruppe ausgezeichnete Möglichkeiten der persönlichen und professionellen Entwicklung. Durch die Arbeit in internationalen Gremien und die Möglichkeit weltweiter Einsätze werden diese Entwicklungschancen ergänzt. Auch wird das internationale Mitarbeiter-Austauschprogramm InterAct!, welches das Verständnis für andere Kulturen und Märkte fördert, weiterentwickelt und intensiviert.

Organisation und Verwaltung: Geänderte Organisationsstrukur und erweiterter Vorstand 

Mit Jahresbeginn fokussiert die GfK Gruppe ihre Organisationsstruktur von bislang fünf Geschäftsfeldern auf drei Sektoren. Aus den bisherigen Geschäftsfeldern Custom Research, Retail and Technology, Consumer Tracking, Media und HealthCare wurden die Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Die Änderung der Struktur ermöglicht der GfK Gruppe verstärkt Synergien im geschäftsfeldübergreifenden Einsatz von Technologien, so zum Beispiel bei Online-Panels, bei der Datenerhebung und der Verwendung von Methoden. Die stringente Fokussierung auf drei Sektoren ermöglicht eine bessere Positionierung, eine Bündelung der Berichterstattung und eine klarere Kommunikation sowohl für Kunden als auch für die Öffentlichkeit. 

Zudem wurde der Vorstand der GfK AG mit Beginn des neuen Jahrs um ein sechstes Mitglied erweitert. Dies hat der Aufsichtsrat des Konzerns in seiner Sitzung vom 12. Dezember 2007 mit der Bestellung von Debra A. Pruent in den Vorstand beschlossen. Dadurch ergeben sich Änderungen der Zuständigkeiten im ehemaligen Geschäftsfeld Custom Research. Hier ist Debra A. Pruent verantwortlich für die Region Nordamerika und die Bereiche Business and Technology und Automotive. Petra Heinlein ist für alle anderen Regionen sowie für die Bereiche Consumer, Financial und Media and Communications zuständig. Die Verantwortungsbereiche der weiteren Vorstandsmitglieder blieben unverändert.

Corporate Communications: Ausbau der globalen Kommunikationsstrategie

Im Jahr 2007 stand die Implementierung einer globalen Kommunikationsstrategie im Fokus. Diese dient einer stärkeren Vernetzung und Abstimmung der weltweiten Kommunikationsaktivitäten über alle Sektoren und Regionen. Konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 die internationale Kommunikation schwerpunktmäßig auf die europäischen Regionen, so werden die Kommunikationsaktivitäten im Jahr 2008 weltweit ausgebaut. 

Investitionen und Finanzierung: Unternehmenserfolg absichern und ausbauen

Zur Sicherung des Unternehmenserfolgs wird die GfK Gruppe auch im Jahr 2008 gezielte Investitionen tätigen. Hierzu gehören Investitionen in den weiteren Ausbau des Netzwerks. Darüber hinaus wird unter anderem in neue Messtechniken im Geschäftsfeld Media, die kontinuierliche Weiterentwicklung der StarTrack- Plattform im Sektor Retail and Technology sowie in Panels investiert. Die Investitionen werden aufgrund der hohen Ausgaben in die Entwicklung der neuen Messtechnik in der TV-Medienmessung am oberen Ende der langfristig angestrebten Bandbreite von 3 bis 5 Prozent des Umsatzes liegen.

Genehmigtes Kapital, freie Kreditlinien sowie die gute Cashflow-Entwicklung geben der GfK Gruppe ausreichend Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung.

Die GfK Gruppe wird auch im Jahr 2008 einen Großteil des freien Cashflows zum Ausbau des eigenen Netzwerks und zur Schuldentilgung einsetzen. 

Entwicklung der GfK Gruppe: Umsatz- und Ergebnissteigerung 

Im Jahr 2008 wird die GfK ihre fünf Ziele gemäß der "5 Star Initiative" weiterverfolgen. Die erste Initiative "Fact-Based Consultancy" betrifft den konsequenten Ausbau des Dienstleistungsangebots zu hochwertigen faktenbasierten und kontinuierlich erbrachten Beratungsleistungen für das Topmanagement des Kunden. Das zweite Ziel "TOP 3" beinhaltet die Vision der Positionierung der GfK im Weltmarkt der Marktforschung. Sie strebt an, die Nummer 3 der Branche zu werden und zugleich jeweils die Nummer 3 in jedem der wichtigen Marktforschungsländern Europas, Amerikas und der Region Asien und Pazifik sowie in jedem ihrer drei Sektoren. Drittens möchte die GfK mit ihrer Initiative "Globale Reichweite" ihr weltweites Netzwerk weiter ausdehnen und eigene Unternehmen in allen relevanten Ländern aufbauen. Die GfK wird sich viertens mit ihrer Initiative "Full Service" auch weiterhin als Full-Service-Marktforschungsunternehmen aufstellen. Mit der fünften Initiative "Hervorragende Finanzsituation" wird mittelfristig ein Umsatz von 1,5 Milliarden Euro angestrebt, der auch durch weitere Akquisitionen speziell in den Wachstumsregionen Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik erreicht werden soll. Des Weiteren soll eine Ergebnismarge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) in der Bandbreite von 13 bis 15 Prozent erzielt werden.

Die GfK geht davon aus, ihren UMSATZ im Geschäftsjahr 2008 mit den zu Jahresbeginn konsolidierten Unternehmen um mehr als 5,5 Prozent organisch steigern zu können. Auswirkungen von Wechselkursveränderungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Damit wird die GfK Gruppe wiederum schneller als der Markt wachsen.

Die MARGE der GfK Gruppe soll über 13,0 Prozent liegen. Aufgrund ihres ausgewogenen Geschäftsmodells geht die GfK davon aus, ihre Marge auch bei einer rückläufigen Entwicklung der Weltwirtschaft auf einem hohen Niveau halten zu können.

Die GfK erwartet, dass die HERVORGEHOBENEN POSTEN in 2008 einschließlich der voraussehbaren Kosten für die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft Societas Europaea (SE) in einer Bandbreite von 20 bis 25 Millionen Euro liegen werden.

Das BETEILIGUNGSERGEBNIS wird für das Jahr 2008 auf Vorjahresniveau erwartet.

Der NETTO-FINANZAUFWAND soll auf netto rund 20 Millionen Euro sinken.

Seit 1. Januar 2008 gelten in Deutschland geänderte steuerliche Vorschriften, beispielsweise wurde der Körperschaftsteuersatz gesenkt. Gleichzeitig wurde auch eine Reihe von Verschärfungen und Einschränkungen gültig. Die GfK Gruppe rechnet nicht mit einer Senkung der Steuerlast aufgrund der neuen Gesetzeslage. Der Einfluss der deutschen Steuerquote auf die KONZERNSTEUERQUOTE ist darüber hinaus begrenzt. Insgesamt strebt die GfK im Konzern eine Steuerquote von zirka 30 Prozent an.   

Entwicklung der Sektoren: Verschlankung optimieren, Synergien nutzen

Die GfK geht für das Geschäftsjahr 2008 davon aus, dass sie in allen Sektoren ein gutes Wachstum erzielen wird. Trotz geplanter Investitionen in das Netzwerk sowie in neue Produkte und Services werden die Margen der Sektoren im Rahmen des Vorjahrs liegen:

GfK Sektoren: Guidance 2008

Im Einzelnen geht die GfK Gruppe von folgenden Entwicklungen aus:

Im Sektor CUSTOM RESEARCH erwartet die GfK Gruppe, dass sich der Umsatz um mehr als 4,5 Prozent erhöht und die Marge über 8 Prozent beträgt. Die im Jahr 2006 begonnene Expansion in den Regionen Lateinamerika sowie Asien und Pazifik wird durch den Ausbau des Geschäfts in Australien erfolgreich fortgesetzt. Auch zukünftig soll die gestartete Expansion des Asiengeschäfts mit Nachdruck vorangetrieben werden.

Darüber hinaus liegt der Fokus auf dem Geschäftsmodell der weiterführenden Kundenberatung, der Factbased Consultancy, sowie der Erzielung von Cross-Selling-Potentialen und Synergien innnerhalb dieses Sekors.

Im Sektor RETAIL AND TECHNOLOGY plant die GfK Gruppe den Umsatz um mehr als 8 Prozent zu steigern. Die Erwartungen hinsichtlich der Marge liegen über 25 Prozent. Die Expansion soll in den Regionen Zentral- und Osteuropa, Westeuropa, Mittlerer Osten und Afrika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik ausgebaut werden. Nach wie vor steht das Thema "Digitale Konvergenz", das Zusammenwachsen der Bereiche Unterhaltungselektronik, Informations-Technologie, Telekommunikation und Foto im Fokus der Aktivitäten des Sektors.

Im Sektor MEDIA geht die GfK davon aus, den Umsatz um über 7 Prozent zu erhöhen. Die Marge wird bei mehr als 19 Prozent erwartet. Im Fokus der Aktivitäten des Sektors steht die Weiterentwicklung von Informationsservices für internationale Medienmärkte. So soll im Jahr 2008 die Medienforschungssoftware Evogenius implementiert und die Voraussetzungen für den internationalen Einsatz geschaffen werden. Evogenius wird zunächst zur Auswertung von Fernsehnutzungsdaten eingesetzt. Diese Funktion wird, in den nächsten Jahren sukzessive erweitert, so dass auch Informationen zur Radio-, Print-, Plakat-, Online- oder Crossmedia-Nutzung analysiert werden können. Auch die Appreciation Panels, eine Innovation und ein zeitnahes und differenziert analysierendes Online-Fernsehforschungsinstrument, das insbesondere die Zufriedenheit der Zuschauer über die ausgestrahlten Programme misst, soll ausgebaut werden. 

In das Geschäftsjahr 2008 ist die GfK Gruppe erneut sehr gut gestartet. Das Auftragsbuch deckt per Ende Februar schon 42,2 Prozent des zu erwartenden Jahresumsatzes ab (2007: 41,1 Prozent). Dies entspricht einer Verbesserung von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Nürnberg, den 12. März 2007

*Der Ausblick enthält vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben","einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "projizieren", "sollten", "wollen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, Ergebnis und Personalzahlen für das Jahr 2008. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind konjunkturelle Einflüsse sowie Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze. Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel "Risikolage" im Lagebericht beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der aktuellen Konzernstruktur. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.

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