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Marktforschung versetzt ihre Kunden in die Lage, effektiv und effizient zu agieren – durch die objektive, systematische und strukturierte Erhebung von Informationen, die Bereitstellung adäquater Instrumente und die Interpretation und Ableitung von Handlungsempfehlungen. Marktforschung ermöglicht das Verständnis von Kunden und Märkten, indem sie die Strukturen und Dynamiken des Marktumfelds abbildet. Und Marktforschung ist essenziell, wenn es darum geht, die Aktivitäten eines Unternehmens im Rückblick zu beurteilen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln.
Dies gewinnt noch zusätzliche Bedeutung durch die steigende Komplexität in vielen Märkten. Ob Sättigungstendenzen, Differenzierung, geändertes Konsumentenverhalten oder der Eintritt in neue Regionen – die Herausforderungen für Entscheider nehmen zu.
Dies hat zur Konsequenz, dass sich die Erwartungen der Auftraggeber an die Marktforschung erhöhen. Die Marktforschungsunternehmen fungieren immer öfter als Berater ihrer Auftrageber und weniger als reine Datenlieferanten.
Gleichzeitig nimmt der Bedarf nach kostengünstigen und schnellen Informationen über Märkte und Konsumenten weiter zu. Dies erklärt die starke Zunahme von Online-Forschung: Die Ausgaben dafür beliefen sich im Jahr 2006 auf 3,1 Milliarden US-Dollar, was ein Wachstum von etwa 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
Ähnlich wie in anderen Branchen ist auch in der Marktforschung eine zunehmende Unternehmenskonzentration zu beobachten. So erreichen die Top 25 Unternehmen, die aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan und Brasilien stammen, weltweit einen Marktanteil von 63 Prozent.
Der Konzentrationsprozess in der Marktforschungsbranche hat sich im Jahr 2007 weiter fortgesetzt.
Die Marktforschungsbranche profitierte wie üblich von der positiven Entwicklung der Volkswirtschaften.
Der weltweite Umsatz mit Marktforschung belief sich im Jahr 2006 auf 24,6 Milliarden US-Dollar. Das inflationsbereinigte weltweite Umsatzwachstum betrug 4,0 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Experten.
In den Weltregionen ist das Branchenwachstum von deutlichen Unterschieden geprägt. Die am schnellsten wachsenden Regionen sind Lateinamerika (11,3 Prozent) und der Nahe Osten und Afrika (9,5 Prozent). Im Asien-Pazifik-Raum ist die Entwicklung mit
6,6 Prozent Umsatzwachstum ebenfalls sehr positiv. Die Wachstumsrate Nordamerikas (3,4 Prozent) bewegt sich auf gutem Niveau. Europa hat das niedrigste Wachstum mit 2,8 Prozent zu verzeichnen, ist aber weiterhin die Region mit dem höchsten Marktanteil von 43 Prozent und einem Umsatz von 10,6 Milliarden US-Dollar. Hinter dem sehr starken Umsatzanstieg in der Region „sonstiges Europa“ steht zuallererst die Türkei, mit einem Zuwachs von 30,2 Prozent aufgrund vermehrter Investitionen aus dem Ausland. An zweiter Stelle folgt, wegen der gesteigerten Nachfrage einheimischer Kunden im Bereich Konsumgüter und Handel, Russland mit einem Anstieg von 27,1 Prozent.

Auf Länderebene ist die USA der größte Marktforschungsmarkt, gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Japan. Unter den Top 10 Ländern, die zusammen fast 80 Prozent des Branchenumsatzes ausmachen, ist China das Land mit dem stärksten Umsatzwachstum. Der drittgrößte Marktforschungsmarkt in Europa, Deutschland, entwickelt sich mit 3,1 Prozent deutlich positiver als die beiden größten Märkte Europas, Großbritannien (0,1 Prozent) und Frankreich (0,8 Prozent).

Die Bedeutung der Kundensegmente hat sich im Jahr 2006 kaum geändert. Nach wie vor ist die Konsumgüterindustrie der Hauptauftraggeber von Marktforschung. Fast die Hälfte des Umsatzes (48 Prozent) wird mit diesem Segment generiert. Mit deutlichem Abstand folgen die Segmente Medien (15 Prozent), der öffentliche Sektor (8 Prozent), Financial Services (5 Prozent) und der Handel (5 Prozent).
Die GfK Gruppe gehört als global tätiges Full-Service-Netzwerk
zu den führenden Marktforschungsunternehmen weltweit.
Im Jahr 2006 stand die GfK Gruppe auf Platz fünf unter den Top 10 Unternehmen der Marktforschungsbranche.
