Geschäftsfelder: Konsumenten und Märkte verstehen

Die GfK bietet ihren Kunden aus Konsumgüter- und Pharmaindustrie, Handel, Medien und der Dienstleistungsbranche ein umfassendes Angebot an Informations- und Beratungsservices in insgesamt fünf Geschäftsfeldern an. Dieses liefert das grundlegende Wissen, das die GfK-Kunden benötigen, um ihre Marktentscheidungen zu treffen.

CUSTOM RESEARCH: Das Geschäftsfeld Custom Research bietet weltweit in über 30 Ländern und über Kooperationen in mehr als 60 weiteren Ländern Informations- und Beratungsservices für operative und strategische Marketingentscheidungen.

Custom Research verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Tests und Studien insbesondere zu Produkt- und Preispolitik, Markenführung, Kommunikation, Distribution und Kundenloyalität. Damit begleitet die GfK Produkte und Dienstleistungen vom Entwurf der ersten Idee bis in die Reifestadien des Produktlebenszyklus. Die Kunden sind Markenartikelindustrie, Handel, Medien sowie Dienstleistungsunternehmen.

RETAIL AND TECHNOLOGY: Im Geschäftsbereich Retail and Technology ist der Handel die Quelle der Daten. Kunden werden mit Informations- und Beratungsdienstleistungen versorgt, die auf kontinuierlichen Erhebungen und Analysen der Umsätze von Gebrauchsgütern und Dienstleistungen im Einzelhandel in über 70 Ländern basieren. Die Services umfassen regelmäßig erscheinende Studien zu den Marktsegmenten Bürokommunikation, Fototechnik und Optik, elektrische Haushaltsgeräte, Informationstechnologie, Telekommunikation, Sportausrüstung, Tourismus sowie Unterhaltungselektronik und Unterhaltungsmedien.

CONSUMER TRACKING: Das Geschäftsfeld Consumer Tracking bietet europaweit Informationsservices an, die auf kontinuierlichen Erhebungen zu Einkaufsentscheidungen, -akten  und -verhaltensweisen von Verbrauchern basieren.

Das Angebot umfasst Informationen zu nahezu allen Gütern des täglichen Bedarfs sowie zu einer Vielzahl langlebiger Gebrauchsgüter und Dienstleistungen. Kunden sind insbesondere Markenartikelfirmen, Handelsunternehmen und Dienstleister. 

MEDIA: Informationsservices zu Reichweiten, Intensität und Art der Nutzung von Medien und Medienangeboten sowie zu deren Akzeptanz in über 20 Ländern Europas und in den USA bietet das Geschäftsfeld Media.

Das Angebot richtet sich an Kunden aus Medienunternehmen, Agenturen und der Markenartikelindustrie. Es beinhaltet sowohl kontinuierliche als auch spezielle, einmalig durchgeführte Studien und Analysen. Die Quelle der Informationen für den Sektor Media sind die Medien Fernsehen, Hörfunk, Print, Außenwerbung und Online.

HEALTHCARE: Das Geschäftsfeld HealthCare liefert den Kunden weltweit Informationsservices im Bereich der verschreibungspflichtigen wie auch der rezeptfreien Präparate sowie gesundheitssoziologischen und pharmaökonomischen Projekte. Die Dienstleistungen beinhalten Analysen zu Fragen der Produktentwicklung und Marktkommunikation, Imagepflege und Preisbildung von Medikamenten, Marktpositionierung und Kundenzufriedenheit sowie Informationen zu Absatzvolumina eingesetzter Mittel in der Dental- und Veterinärmedizin sowie in Labors. Die Kunden sind Hersteller von Produkten aus dem Pharma-Bereich sowie alle mit dem Thema Gesundheit befassten Institutionen.

Bei den Vorjahreswerten wurden bei vier Geschäftsfeldern Anpassungen vorgenommen. Diese wurden durchgeführt, um eine klare Trennung bei eindeutig zuordenbaren Geschäften widerspiegeln zu können. Im Geschäftsfeld Retail and Technology wurden ehemalige Consumer Tracking-Geschäftszahlen berücksichtigt. Die Vorjahresmarge hat sich dadurch um 0,6 Prozentpunkte im Geschäftsfeld Consumer Tracking erhöht beziehungsweise um 0,8 Prozentpunkte im Geschäftsfeld Retail and Technology gesenkt. Für die Vorjahreszahlen wurden bei Custom Research Anteile, die als HealthCare-Geschäft identifiziert werden konnten, rückwirkend dem Geschäftsfeld HealthCare zugeordnet. Die Margen blieben dabei in beiden Geschäftsfeldern unverändert.

Struktur des Wachstums von Umsatz und Ergebnis in Prozent

Anteile der Geschäftsfelder am Umsatz in Prozent

Anteile der Geschäftsfelder am Ergebnis in Prozent

Margen der Geschäftsfelder in Prozent

SONSTIGE: Ergänzt werden die Geschäftsfelder um den Bereich Sonstige, in dem insbesondere zentrale Dienstleistungen der GfK für ihre Tochterunternehmen sowie sonstige marktforschungsfremde Leistungen zusammengefasst werden. Der Bereich beinhaltet im Wesentlichen Teile der IHA-GfK AG, die GfK Data Services, die GfK Methoden- und Produktentwicklung sowie Abteilungen der GfK Group Services.

 

Wirtschaftliche Entwicklung: Anhaltende Umsatz-  und Ergebnissteigerung

Die GfK Gruppe erzielte in 2007 bei Umsatz und Ergebnis neue Bestmarken in der Unternehmensgeschichte.

CUSTOM RESEARCH: Das Geschäftsfeld Custom Research konnte trotz eines schwierigen Markts in den USA sowie Großbritannien seinen Umsatz weiter ausbauen. Mit 538,2 Millionen Euro erreichte das umsatzstärkste Geschäftsfeld der GfK Gruppe eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozent. Die Umsätze des Geschäftsfelds lagen in jedem Quartal über dem Vorjahr und insbesondere im letzten Quartal 2007 konnte der Abstand gegenüber 2006 deutlich ausgebaut werden. Das organische Wachstum erreichte einen Wert von 4,5 Prozentpunkten. Der größte Zuwachs bei den Umsätzen war dabei in der Region Deutschland zu verzeichnen. Akquisitionen trugen zum Wachstum 1,7 Prozentpunkte bei. Wechselkurseffekte beeinflussten das Gesamtwachstum mit minus 2,2 Prozentpunkten.

Custom Research: Wichtige Kennziffern

Custom Research: Struktur des Wachstums von Umsatz
und Ergebnis in Prozent

Das Ergebnis des Geschäftsfelds betrug 42,9 Millionen Euro und lag damit leicht unter dem des Vorjahrs. Während das akquisitionsbedingte Wachstum einen Anstieg von 1,4 Prozentpunkten aufweisen konnte, hatte die organische Entwicklung einen Rückgang von 0,8 Prozentpunkten zu verzeichnen. Zusätzlich trugen Wechselkurseinflüsse mit 1,6 Prozentpunkten zum geringfügigen Ergebnisrückgang bei. Die leicht negative Abweichung zum Vorjahr war auf das Ergebnis im zweiten Quartal 2007 zurückzuführen, welches im Wesentlichen durch nicht erfolgte Vertragsverlängerungen im syndizierten Geschäft der Automobilmarktforschung entstanden war. Erfreulicherweise konnte das Geschäft insgesamt jedoch wieder anziehen. Daher wurde aufgrund der im zweiten Halbjahr 2007 erwirtschafteten Gewinne das Vorjahresniveau fast wieder erreicht. Das Geschäftsfeld Custom Research erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Marge von 8,0 Prozent.

RETAIL AND TECHNOLOGY: Der Umsatz im Geschäftsfeld Retail and Technology wurde wie im Vorjahr deutlich gesteigert. Mit dem in der GfK Gruppe höchsten Gesamtwachstum von 10,8 Prozent konnte der Geschäftsfeldumsatz auf 260,8 Millionen Euro erhöht werden. Auf das organische Umsatzwachstum entfielen dabei 11,6 Prozentpunkte, was ebenfalls den Spitzenwert unter allen fünf Geschäftsfeldern der GfK darstellte. Konsolidierungseffekte waren nur von untergeordneter Bedeutung. Wechselkurseinflüsse reduzierten das Wachstum um 1,4 Prozentpunkte. Die konsequent umgesetzte Strategie eines weltweiten Netzwerks, basierend auf dem als Produktions- und Reportingsystem mittlerweile global eingesetzten StarTrack, ist die Plattform für den fortgesetzten Erfolg. Den Kundenwünschen nach harmonisierten, globalen und zeitnahen Berichten insbesondere zu technischen Konsumgütern bietet Retail and Technology ein zunehmend breiteres Angebot. Das Geschäft verlief weltweit sehr erfreulich.

Retail and Technology: Wichtige Kennziffern

Retail and Technology: Struktur des Wachstums von Umsatz
und Ergebnis in Prozent

Auch beim Geschäftsfeldergebnis wurde der höchste Zuwachs innerhalb des GfK Konzerns erzielt. Es stieg um 13,8 Prozent auf 67,3 Millionen Euro. Dies war insbesondere auf das organische Wachstum in Höhe von 14,5 Prozentpunkten zurückzuführen. Akquisitionsbedingte Veränderungen zum Vorjahr waren auch beim Ergebnis von nachrangiger Bedeutung. Die Auswirkungen durch Wechselkurse schlugen sich mit minus 1,0 Prozentpunkten nieder.

Die Marge hielt mit 25,8 Prozent weiterhin die Spitzenposition unter den fünf Geschäftsfeldern und lag damit sogar über dem hohen Niveau des Vorjahrs.

CONSUMER TRACKING: Das Geschäftsfeld konnte seinen Umsatz um 3,2 Prozent auf 102,9 Millionen Euro anheben. Der Zuwachs war, neben kleineren Wechselkurseffekten, ausschließlich organischen Ursprungs. Insbesondere auf dem deutschen Markt konnte die GfK im Bereich Consumer Tracking mit innovativen Produkten und dem Standard-Panelgeschäft ihre Führungsrolle ausbauen. Neben der Gewinnung von Neukunden wurde zusätzlich mit dem neuen Beratungsteam "Advanced Business Solutions" das Geschäft mit bestehenden Kunden signifikant erhöht. Außer in Deutschland war vor allem auch in vielen osteuropäischen Ländern die Entwicklung des Consumer Tracking-Geschäfts sehr beachtlich. Dem kontinuierlich steigenden Bedürfnis der Kundschaft nach Factbased Consultancy wurde aktiv mit maßgeschneiderten Studien entsprochen.

Consumer Tracking: Wichtige Kennziffern

Consumer Tracking: Struktur des Wachstums von Umsatz
und Ergebnis in Prozent

Der Ergebnisanstieg des Geschäftsfelds Consumer Tracking betrug 10,2 Prozent. Das Ergebnis wuchs dadurch auf 8,6 Millionen Euro an. Die Steigerung resultierte rein aus dem organischen Ergebniswachstum. Neben den gestiegenen Umsätzen trug auch die Zunahme renditestarker, panelbasierter Studien sowie der kontinuierliche Ausbau der Online-Stichproben zum Ergebnisanstieg bei.

Die Marge konnte von den 7,9 Prozent des Vorjahres auf 8,4 Prozent gesteigert werden.

MEDIA: Der Umsatz des Geschäftsfelds erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 124,5 Millionen Euro. Das organische Wachstum belief sich auf 10,1 Prozentpunkte. Der deutliche organische Zuwachs war in erhöhtem Maße auf große Aufträge in den Regionen Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie Nordamerika zurückzuführen. Im Bereich der Mediennutzung konnten wieder Mehrjahresverträge neu gewonnen oder verlängert werden. In den Niederlanden war der seit 1964 bestehende Vertrag zur Fernsehreichweitenforschung um weitere drei Jahre verlängert worden. Die GfK Romania und die GfK Ukraine haben die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um ab Januar 2008 jeweils die TV-Einschaltquoten in ihrem Land zu messen. Derartige Aufträge bilden mit den bereits bestehenden Verträgen das Fundament für das weitere Umsatzwachstum des Geschäftsfelds. Insbesondere der schwache US-Dollar führte jedoch dazu, dass das Gesamtwachstum durch die Wechselkurseffekte eine Absenkung um 3,7 Prozentpunkte auffangen musste.

Media: Wichtige Kennziffern

Media: Struktur des Wachstums von Umsatz
und Ergebnis in Prozent

Mit einem Plus von 1,3 Prozent steigerte das Geschäftsfeld Media sein Ergebnis auf 25,7 Millionen Euro. Das organische Wachstum betrug 6,9 Prozentpunkte. Gleichzeitig schmälerten jedoch Wechselkurseffekte diese Entwicklung um 5,5 Prozentpunkte. Der Anstieg des Ergebnisses resultierte insbesondere aus dem guten Verlauf in der Region Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika.

Die Marge belief sich im abgelaufenen Jahr auf 20,6 Prozent. Sie lag damit zwar leicht unter dem Vorjahr, stellte aber noch klar die zweitbeste Geschäftsfeldrendite im GfK Konzern dar. Diese sehr gute Marge konnte trotz hoher Aufwendungen für die Produktions- und Auswertungssoftware Evogenius erzielt werden. Angesichts neuer Empfangstechnologien und Fernsehtrends durch Digitalisierung, Internet und mobile Endgeräte existieren am Markt sehr komplexe Herausforderungen. Die GfK hat ihre Strategie im Bereich Media auf diese Marktentwicklung rechtzeitig ausgerichtet und setzt sie mit Erfolg um.

HEALTHCARE: Der Umsatz des Geschäftsfelds belief sich auf 131,9 Millionen Euro. Währungskurse hatten dabei auf die Gesamtentwicklung einen schmälernden Effekt von 5,2 Prozentpunkten. Da ein großer Teil der HealthCare-Umsätze in Nordamerika erwirtschaftet wird, machte sich der niedrige US-Dollar bemerkbar. Die organische Entwicklung reduzierte das Gesamtwachstum um 0,2 Prozentpunkte. Insbesondere das Wachstum der Region Zentral- und Osteuropa konnte jedoch den teilweisen Rückgang anderer Regionen auffangen. Der Erwerb von Unternehmen trug zum Umsatzwachstum positiv 1,1 Prozentpunkte bei.

HealthCare: Wichtige Kennziffern

HealthCare: Struktur des Wachstums von Umsatz
und Ergebnis in Prozent

Das Geschäftsfeld HealthCare erzielte ein Ergebnis in Höhe von 14,7 Millionen Euro. Damit lag es um 8,4 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang resultierte mit 4,6 Prozentpunkten aus der organischen Entwicklung und mit ebenfalls 4,6 Prozentpunkten aus Wechselkurseffekten. Akquisitionsbedingte Einflüsse hatten auf das Wachstum eine erhöhende Auswirkung von 0,8 Prozentpunkten. Das insgesamt schwierige Marktumfeld in der Gesundheitsbranche verursachte den Ergebnisrückgang des Geschäftsfelds. Betroffen war hierbei insbesondere das britische Geschäft im Konzern. Allerdings zeigt eine Betrachtung der Einzelquartale, dass die Umsatz- und Ergebniszahlen in Großbritannien im letzten Quartal des Geschäftsjahrs den geringsten Abstand gegenüber den Vorjahreswerten ausweisen. Dies ist ein Indiz dafür, dass die ergriffenen Umstrukturierungsmaßnahmen Erfolg haben. Kompensierend konnte die Region Nordamerika einen deutlichen Anstieg beim organischen Ergebniswachstum erzielen.

Die Marge des Geschäftsfelds konnte trotz der beschriebenen Herausforderungen annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden. Sie belief sich auf 11,1 Prozent.

SONSTIGE: Der Umsatz betrug hier 3,7 Millionen Euro und lag damit unter dem Wert des Vorjahrs (4,6 Millionen Euro).

Sonstige: Wichtige Kennziffern

Das Ergebnis im Bereich Sonstige veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von minus 1,1 Millionen Euro leicht auf minus 1,5 Millionen Euro.

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