GfK Gruppe: www.gfk.com
Die Marktforschungslandschaft ist weltweit in einem schnellen Veränderungsprozess begriffen. Stand früher das Produkt im Zentrum, verlagert sich der Schwerpunkt zusehends auf den Konsumenten. Der Wandel ist gekennzeichnet durch eine immer weitergehende Veredelung der Daten auf Basis hochwertiger Datenerhebungen. Nicht mehr nur reine Daten, sondern ganz konkrete Interpretationen und Handlungsempfehlungen werden von den Kunden eingefordert.
Die Marktforschungsunternehmen reagieren auf die Erfordernisse, indem sie ihre Kapazitäten in Richtung Consultingleistungen und Systemintegration ausbauen. Mit der Erweiterung ihres Dienstleistungsangebots erschließt sich die Branche neue, profitable Märkte. Zugleich werden gängige Marktforschungsinstrumentarien um immer komplexere und ausgefeiltere Analyse- und Vorhersagemodelle erweitert. Aufwendiges Trendwatching und andere innovative Methoden der vernetzten Auswertung unterschiedlicher Datenbestände bieten den Kunden völlig neue Erkenntnismöglichkeiten.
Wie in praktisch allen anderen Industriebranchen ist auch in der Marktforschungsbranche ein deutlicher Konzentrationsprozess zu beobachten. Die 25 führenden Marktforschungsunternehmen der Welt – durchweg Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden – vereinigen bereits 62 Prozent des Branchenumsatzes respektive 80 Prozent der weltweiten Marktforschungsausgaben auf sich. Nachdem allein im Jahr 2005 insgesamt 88 Übernahmen stattgefunden haben – deren größte die Akquisition der NOP World durch die GfK Gruppe war –, wird die Marktmacht der führenden Unternehmen in den kommenden Jahren aller Voraussicht nach weiter ansteigen. Die Fusionen großer Marktforschungsunternehmen folgen dabei den Erfordernissen eines globalen Marktes und der ebenfalls global aufgestellten Großkunden der Branche. Diese suchen und finden in den während der letzten Jahre entstandenen weltumspannenden Marktforschungsnetzwerken kongeniale Partner zur Betreuung ihrer internationalen Marken.
Generell profitierte die Marktforschungsbranche deutlich von der positiven Entwicklung der Volkswirtschaften. Die durchschnittliche Wachstumsrate betrug über die vergangenen vier Jahre 5 Prozent jährlich bei einem durchschnittlichen Nettowachstum von 3 Prozent. Expertenschätzungen zufolge ist für das zurückliegende Jahr 2006 ein Wachstum zwischen 4 und 5 Prozent zu erwarten. Im Vergleich zu anderen Industriebranchen sind dies hervorragende Werte. Wissen wird immer gebraucht. Auch in wirtschaftlich weniger guten Zeiten wollen die Kunden nicht auf kontinuierliche Services der Verbraucher-, Handels- und Medienreichweitenforschung als Basis ihrer unternehmerischen Entscheidungen verzichten. Zudem zeigt sich die Marktforschung deutlich weniger abhängig von Konjunkturzyklen als andere Branchen, insbesondere der volatilen Medien- und Werbebranche, die sich im Sog der Gesamtwirtschaft deutlich erholt hat. Nach Expertenschätzung lag deren Wachstum mit 6,1 Prozent im Jahr 2006 um rund einen Prozentpunkt über jenem des Vorjahres.
Wichtigstes und im Jahr 2005 weiter gewachsenes Kundensegment der Marktforschung bleibt mit einem Anteil von 48 Prozent die Konsumgüterindustrie (2004: 46 Prozent), mit deutlichem Abstand gefolgt von den Medien und dem öffentlichen Sektor mit zusammen einem Anteil von rund 23 Prozent.
Die GfK Gruppe als eines der führenden Marktforschungsunternehmen und weltweit getrieben von ihrer hohen Innovationskraft wird von den positiven Rahmenbedingungen besonders profitieren. Im Jahr 2006 konnte die GfK Gruppe im Ranking der Top 10 der Marktforschungsbranche ihre Position um einen Platz verbessern und steht damit auf Platz vier.