GfK Gruppe: www.gfk.com
A
Angepasstes operatives Ergebnis ( IFRS )
Im angepassten operativen Ergebnis bleiben die -> hervorgehobenen Posten unberücksichtigt. Mit dieser Kennzahl steuert das Management konzernweit das operative Geschäft der GfK.
Anlagevermögen ( US GAAP )
Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Das Anlagevermögen setzt sich zusammen aus den immateriellen Vermögensgegenständen, den Sach anlagen und den Finanzanlagen.
Assoziierte Unternehmen
-> Minderheitsbeteiligungen, auf deren Geschäfts- oder Firmenpolitik ein maßgeblicher Einfluss, jedoch nicht die Kontrolle ausgeübt werden kann. Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich at equity bewertet.
Ausschüttungsquote
Dividendensumme im Verhältnis zum Konzernergebnis.
B
Beteiligungsergebnis ( US GAAP )
Enthält die Positionen Erträge aus Beteiligungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Betei ligungen sowie Abschreibungen auf Beteiligungen.
Betriebsergebnis ( US GAAP )
-> Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich -> Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Umsatzerlöse abzüglich -> Umsatzkosten.
C
Cashflow
Zahlungswirksamer Saldo aus Mittelzufluss und -abfluss.
D
Dividendenrendite
Dividende je Aktie im Verhältnis zum Jahresschlusskurs.
Dynamischer Verschuldungsgrad
Nettoverschuldung im Verhältnis zum -> freien Cashflow.
E
EBIT (IFRS)
Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Berechnung: -> Operatives Ergebnis zuzüglich Ergebnis aus assoziierten Unternehmen zuzüglich -> sonstiges Beteiligungsergebnis.
EBIT (US GAAP)
Abkürzung für "Earnings before Interest and Taxes". Berechnung: -> Betriebsergebnis zuzüglich -> sonstige Erträge abzüglich -> sonstige Aufwen dungen.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Abkürzung für "Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization". Berechnung: -> EBIT zuzüglich Abschreibungsaufwand.
Eigenkapital ( IFRS )
Das Eigenkapital besteht aus den Mitteln, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage und aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung stehen, sowie den Minder heitsanteilen am Eigenkapital.
Eigenkapital ( US GAAP )
Das Eigenkapital besteht aus den Mitteln, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Ein zahlung und/oder Einlage und aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung stehen.
Eigenkapitalquote
Bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme. Je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad.
Eigenkapitalrentabilität
Konzernergebnis im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital.
Ergebnis ( IFRS )
-> angepasstes operatives Ergebnis.
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit ( IFRS )
-> EBIT zuzüglich -> sonstige Finanzerträge abzüglich -> sonstige Finanzaufwendungen.
F
Freier Cashflow
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen.
Fremdkapital
Bilanzsumme abzüglich Eigenkapital.
G
Gesamtkapitalrentabilität ( IFRS )
-> EBIT im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme.
Gesamtkapitalrentabilität ( US GAAP )
-> EBIT nach Beteiligungsergebnis im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme.
Geschäfts- oder Firmenwert
Immaterielles Wirtschaftsgut, das beim Erwerb einer Gesellschaft den Wert der immateriellen Vermögenswerte darstellt, die nicht gesondert aktivierungsfähig sind, wie zum Beispiel das Know-how der Mitarbeiter. Berechnung: Kaufpreis des Unternehmens abzüglich des anteiligen, neu bewerteten Eigenkapitals. Synonym zu Goodwill.
Goodwill
-> Geschäfts- oder Firmenwert.
H
Hervorgehobene Posten ( IFRS )
Die im -> angepassten operativen Ergebnis nicht berücksichtigten Kosten: Integrationskosten, Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation, aktienbasierte, langfristige Incentive-Zahlungen, sonstige Erträge und Aufwendungen, darin insbesondere Währungs effekte aus der Stichtagsbewertung.
I
IAS
Die International Accounting Standards ( IAS ) sind vom IASC von 1973 bis 2000 entwickelt und herausgegeben worden. Solange sie nicht im Einzelfall aufgehoben wurden, sind sie auch heute noch im vollen Umfang gültig. Seit einer 2003 vorgenommenen Überarbeitung von IAS 1 werden die alten IAS unter dem Oberbegriff der IFRS geführt. Vorhandene Standards werden unter der Bezeichnung IAS weiterentwickelt, neue Standards unter der Bezeichnung IFRS .
IFRS
Die International Financial Reporting Standards ( IFRS ) sind die vom IASB entwickelten und heraus gegebenen Rechnungslegungsstandards. Neben den eigentlichen ifrs werden unter dem Begriff der IFRS auch die noch gültigen IAS sowie die Interpretationen des IFRIC und der sic subsumiert.
Impairment (Wertminderung)
Abwertung von Vermögenswerten zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung oder, bei immateriel len Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungs dauer, statt dieser. Mittels eines Werthaltigkeitstests ("Impairment-Test") wird festgestellt, ob der Buchwert eines Vermögenswerts höher ist als der erzielbare Betrag für diesen Vermögenswert. Gegebenenfalls wird der Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgewertet.
K
Kaufpreisallokation
-> Purchase Price Allocation
Konzernergebnis ( IFRS )
Konzernergebnis, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, zuzüglich Konzernergebnis, das den Minderheitsanteils eignern zuzurechnen ist; auch bezeichnet als Konzernergebnis vor Fremdanteilen.
Konzernergebnis ( US GAAP )
Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Muttergesellschaft entfällt, auch bezeichnet als Konzernergebnis nach Fremdanteilen.
Kurzfristiges Fremdkapital ( IFRS )
Summe der auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Abgrenzungen.
Kurzfristige Vermögenswerte ( IFRS )
Summe der auf der Aktivseite ausgewiesenen kurzfristigen Forderungen, Abgrenzungen, Zahlungsmittel, Wertpapiere und Vorräte.
L
Langfristiges Fremdkapital ( IFRS )
Summe der auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen langfristigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten, latenten Steuerverbindlichkeiten und Abgrenzungen.
Langfristige Vermögenswerte ( IFRS )
Vermögenswerte, die dazu bestimmt sind, lang fristig dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Diese beinhalten neben den immateriellen Vermögens werten, Sachanlagen und Finanzanlagen die akti ven latenten Steuern sowie sonstige langfristige Forderungen und Abgrenzungen.
Latente Steuern
Aktiv- und/oder Passivposten in der Bilanz zum Ausgleich des Unterschieds zwischen der tatsäch lich veranlagten Steuerschuld und der wirtschaftlichen Steuerbelastung, die der Bilanzierung in der Handelsbilanz nach -> IFRS entspricht. Grund lage für die Ermittlung der latenten Steuern ist der Unterschied zwischen dem Ansatz von Ver mögensgegenständen und Schulden in der Bilanz nach IFRS und der lokalen Steuerbilanz.
M
Marge
Eine Marge ist das Verhältnis einer Kennzahl (Ergebnis, EBIT, EBITDA usw.) zu den Umsatzerlösen.
Mehrheitsbeteiligungen
-> verbundene Unternehmen.
Minderheitsbeteiligungen
Oberbegriff für -> assoziierte Unternehmen und -> sonstige Beteiligungen. Die Beteiligungsquote liegt unter 50 Prozent.
N
Nettoverschuldung ( IFRS )
Liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere abzüg lich Pensionsverpflichtungen und Finanzverbindlichkeiten.
Nettoverschuldung ( US GAAP )
Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Pensionsverpflichtungen und Finanzverbindlichkeiten.
O
Operatives Ergebnis ( US GAAP )
Umsatz der Geschäftsfelder und Regionen abzüglich operativer Kosten, entsprechend dem Management-Informationssystem. Wichtigste interne Ergebniskennzahl unter US GAAP .
Operatives Ergebnis ( IFRS )
Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich -> Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten zuzüglich -> sonstige betriebliche Erträge abzüglich -> sonstige betriebliche Aufwendungen.
P
Purchase Price Allocation
Verteilung des Kaufpreises bei Unternehmenszusammenschlüssen auf bislang nicht oder nicht in dieser Höhe bilanzierte Vermögenswerte und Schulden. Synonym zu Kaufpreisallokation.
S
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne Finanzaufwand, die nicht den -> Umsatzkosten oder den -> Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten zuzuordnen
sind. Beispiele dafür sind -> Impairments (Wert minderun gen), Verluste aus Anlagenabgängen oder Währungs kursverluste.
Sonstige Beteiligungen
Firmen, an denen eine Beteiligung besteht, auf deren Geschäftspolitik kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Die Beteiligungsquote liegt unter 20 Prozent.
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ohne Finanzertrag, die keinen Umsatz darstellen. Beispiele dafür sind Gewinne aus Anlagenabgängen oder Währungskursgewinne.
Sonstiges Beteiligungsergebnis
Ergebnis aus nicht konsolidierten -> verbundenen Unternehmen und -> sonstigen Beteiligungen sowie Aufwendungen und Erträge aus der Zu- bzw. Abschreibung von Beteiligungsbuchwerten zu zü glich Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen.
Sonstige Finanzaufwendungen ( IFRS )
Aufwendungen finanzieller Art, die nicht unmittel bar aus Beteiligungsverhältnissen resultieren. Berechnung: Zinsaufwendungen zuzüglich übrige Finanzaufwendungen.
Sonstige Finanzerträge ( IFRS )
Erträge finanzieller Art, die nicht unmittelbar aus Beteiligungsverhältnissen resultieren. Berechnung: Zinserträge zuzüglich übrige Finanzerträge.
Steuerquote ( US GAAP )
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum -> Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit.
Steuerquote ( IFRS )
Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäfts tätigkeit im Verhältnis zum -> Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit.
U
Umlaufvermögen ( US GAAP )
Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, kurzfristig dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Umsatzkosten
Summe aller betrieblichen Kostenarten, die direkt Kundenaufträgen zuzuordnen sind. Es handelt sich insbesondere um Kosten für die externe Datenbeschaffung, für Probanden und Interviewer.
Umsatzkostenverfahren
Form der Ergebnisrechnung, bei der die am Markt realisierte Leistung der Periode abgebildet wird. Gegensatz: Gesamtkostenverfahren. Hier wird die ge samte betriebliche Leistung der Periode dargestellt, wobei der Umsatz und die Bestands veränderung den Gesamtkosten gegenübergestellt werden. Bei de Verfahren führen zum selben Periodenergebnis.
Umsatzrendite ( IFRS )
-> Konzernergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
Umsatzrendite ( US GAAP )
Konzernergebnis vor Fremdanteilen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
US GAAP
Abkürzung für "United States Generally Accepted Accounting Principles". Nationale Rechnungs legungsgrundsätze der USA .
V
Verbundene Unternehmen
Unternehmen, über die die Muttergesellschaft die Kontrolle ausübt. In der Regel besitzt die Muttergesellschaft die Stimmrechts- und Kapitalmehrheit am verbundenen Unternehmen.
Vermögensstruktur ( IFRS )
Die Vermögensstruktur beschreibt die Beziehung zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis langfristige Vermögenswerte zu kurzfristigen Vermögenswerten multipliziert mit 100 .
Vermögensstruktur ( US GAAP )
Die Vermögensstruktur beschreibt die Beziehung zwischen Anlage- und Umlaufvermögen. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis von -> Anlagever mögen zu -> Umlaufvermögen multipliziert mit 100 .
Vermögenswerte ( IFRS )
Ressourcen, die auf Grund von Ereignissen der Vergangenheit in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehen und die künftigen wirt schaftlichen Nutzen verursachen sollen.