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Wachstumsimpuls Smartwatches: Modelabels im Uhrenmarkt

23.06.2017

Lange standen die Uhren bei Modelabels still, als der Hype um Smartwatches startete. Dabei erkannten Technologieexperten bereits früh das Potenzial, welches die kleinen tragbaren Chips für die Modewelt bieten. Denn: Smartwatches verschaffen der Branche neue Wachstumsimpulse!

Technologieexperten erkannten bereits früh das Potenzial, welches die kleinen tragbaren Chips für die Modewelt bieten. Das Wired Magazine schrieb 2014: „You think there's been hype in the technology world? Wait until the fashion people get involved.”  Viele Luxus- und Modemarken blieben dennoch zunächst zurückhaltend bis skeptisch.

Spätestens seit auf der diesjährigen Uhrenmesse Baselworld namhafte Elektronikkonzerne ihre smarten Uhren vis-à-vis mit den Kollektionen der traditionellen Uhrenhersteller präsentierten, sollten nun auch bei letzteren die Uhren anders ticken. Denn schon jetzt verdrängen Smart- und Connected Watch-Verkäufe zunehmend herkömmliche Uhren. So liegt der Anteil von Smartwatches am gesamten Uhren-Verkaufsvolumen in Deutschland im ersten Quartal etwa bei 13%, Tendenz steigend. Smartwatches stabilisieren den sonst sinkenden Uhrenmarkt und verschaffen ihm neue Wachstumsimpulse (die Menge stieg um 5% im Vergleich zum Vorjahr).

Die treibende Kraft hinter den stetig wachsenden Smartwatch-Verkäufen ist nach wie vor das Thema Sport & Gesundheit. Die meisten Verbraucher möchten ihre Fitness im Alltag und während der Trainingseinheiten messen. Demnach konnten sich insbesondere Marken aus dem Bereich Sport fest im Markt etablieren. Im Gegensatz dazu ziehen sich die ersten Elektronikhersteller - einst Pioniere im Bereich Wearables - mittlerweile aus dem Markt bereits zurück. Offenbar erfüllt der derzeitige Markt nicht die zuvor hohen Erwartungen, „the next big thing“ zu sein, um sinkende Umsätze in großen Blockbuster-Kategorien wie Smartphones oder Tablets zu kompensieren. Denn im Vergleich zum geschätzten Smartphone-Umsatz weltweit machen Wearables gerade mal einen Anteil von 3% aus.

Mit ca. 13 Mrd. € Umsatz in 2016 und knapp 48% Wachstum weltweit sind die Bedingungen im Wearables-Markt jedoch äußerst attraktiv.  Kein Wunder also, dass in der Modewelt mittlerweile das Interesse gestiegen ist und zunehmend Modemarken - allen voran die Uhrenhersteller - in den Markt einsteigen. Sie schließen damit nicht nur die durch den Rückzug der Elektronikhersteller hinterlassene Angebotslücke, sondern ergänzen den Markt um eine entscheidende Dimension: Sie bieten ab sofort für jede Zielgruppe nun auch die passende Marke. Zögerten bislang insbesondere modebewusste Konsumenten, die Marke eines Elektronikherstellers sichtbar am Körper zu tragen, finden sie nun zunehmend Modelle im Markt deren Markenidentität stärker den persönlichen Lebensstil adressieren - von sportlich über elegant und bis hin ins Luxus-Segment. Darüber hinaus setzt die Uhrenindustrie auch auf Connected Watches, die ihre analoges Zifferblatt behalten und nur im Hintergrund intelligent mit dem Träger interagieren. Somit müssen Uhrenträger keine Kompromisse bei Batterielaufzeit, Design oder Komfort machen, um die wichtigsten, smarten Funktionen im Alltag zu verwenden – eben ein echter Hingucker mit „added value“!

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