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Press release
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Nachhaltiges Wachstum im Großgerätemarkt

04.09.2014

GfK-Ergebnisse zum Elektrogroßgerätemarkt in Westeuropa – erstes Halbjahr 2014

Nürnberg, 3. September 2014 – Der globale Markt für Elektrogroßgeräte (ohne Nordamerika) hat sich im ersten Halbjahr 2014 erneut positiv entwickelt. Innerhalb Westeuropas verzeichneten insbesondere Deutschland, Großbritannien und die Niederlande ein deutliches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Trend liegen vor allem energieeffiziente Kühl-Gefrier-Kombinationen sowie flexible Induktionskochfelder. Das sind die Ergebnisse von GfK zum Elektrogroßgerätemarkt in Westeuropa anlässlich der IFA 2014 in Berlin.

Insgesamt stieg der Absatz im globalen Markt für Elektrogroßgeräte (ohne Nordamerika) um 2 Prozent an. Beim Umsatz verzeichnete die Branche sogar ein Wachstum von 4 Prozent (Basis: US-Dollar). Während der europäische Markt insgesamt zulegen konnte, gingen Umsätze und Verkäufe im Mittleren Osten und in Südamerika zurück. Auf dem afrikanischen Kontinent steht einer leicht rückläufigen Absatzentwicklung ein positives Umsatzwachstum gegenüber. Dynamischste Region bleibt nach wie vor Asien, getrieben vom starken Wachstum der großen Märkte China, Japan und Indien.

Hausgerätemarkt in Westeuropa legt zu

Innerhalb Europas fungiert Deutschland auch im Hausgerätebereich als Wachstumslokomotive. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung gepaart mit dem historisch niedrigen Zinsniveau bildet weiterhin eine gute Basis für zusätzliches Wachstum. So lag die Absatzmenge im ersten Halbjahr 3 Prozent über Vorjahr, wertmäßig zeigt sich ein Plus von 4 Prozent (in Euro). Dabei setzt sich die Entwicklung hin zu besonders effizienten, großvolumigen Hausgeräten weiter fort. Auch Convenience-Features, wie die flexible Induktionstechnologie bei Kochfeldern, erreichen sukzessive eine höhere Marktdurchdringung. Gleichzeitig werden mehr und mehr Modelle über das Internet vertrieben, das zweistellige Wachstumsraten in Menge und Umsatz verzeichnet.

In Frankreich stellt sich die wirtschaftliche Lage deutlich verhaltener dar. Die zweistellige Arbeitslosenquote sorgt nach wie vor für ein gewisses Maß an Unsicherheit bei den französischen Verbrauchern. Zudem führt der Rückgang von Wohnungsneubauten zu einer verhaltenen Nachfrage bei den Einbaugeräten. Einer stagnierenden Wertenwicklung steht allerdings eine Absatzsteigerung von 1 Prozent im Großgerätemarkt gegenüber. Insbesondere Kühl- und Gefriergeräte verzeichneten deutliche Zuwächse. Bei den Kühl-Gefrier-Kombinationen haben Geräte mit NoFrost-Technologie eine immer größere Bedeutung im Markt. Während der stationäre Handel – mit Ausnahme der Fachmärkte und Handelsketten – unter Druck gerät, verbucht der Onlinehandel weiterhin deutliche Zuwächse.

Nach zwei starken Quartalen übersteigt die Wirtschaftsleistung in Großbritannien erstmals das Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise 2008. Diese positive Entwicklung schlägt sich auch in einer gestiegenen Anschaffungsneigung der Verbraucher nieder. Der britische Hausgerätemarkt verzeichnet deshalb nicht nur mengenmäßig, sondern mit einem Plus von 5 Prozent vor allem wertmäßig ein deutliches Wachstum (Basis: Pfund Sterling). Insbesondere Waschmaschinen mit hoher Beladungskapazität sowie Kühl-Gefrier-Kombinationen mit NoFrost-Technologie gewannen im Markt an Bedeutung. Dabei setzt sich das Wachstum des Internethandels im Bereich der Haushaltsgeräte fort. In Großbritannien erreicht dieser Vertriebsweg inzwischen einen Umsatzanteil von 32 Prozent und liegt damit an der europäischen Spitze.

Seit Matteo Renzi in Italien zum neuen Premier gewählt wurde, hat sich die Stimmung im Land deutlich aufgehellt. Dennoch ist Italien im zweiten Quartal in die Rezession zurückgekehrt. Die steuerliche Begünstigung von energiesparenden Hausgeräten im Zusammenhang mit der Renovierung von Wohneigentum wurde bis zum Jahresende verlängert und soll positive Impulse für den Verkauf der weißen Ware geben. Dank eines starken ersten Quartals hat der Hausgerätemarkt bisher in Wert und Menge (je plus 1 Prozent) leicht zugelegt. Wachstumstreiber sind dabei vor allem Wäschetrockner mit energiesparender Wärmepumpentechnologie. Darüber hinaus profitiert vor allem der Einbaubereich von der staatlichen Förderung, sodass Öfen mit Selbstreinigungsfunktion sowie wassersparende Einbaugeschirrspüler stärker nachgefragt wurden.      

In Spanien beginnt sich die Wirtschaft nach Jahren der Krise allmählich zu erholen. Auch der in Zusammenhang mit der Krise im Immobiliensektor stark geschrumpfte Hausgerätemarkt legte im ersten Halbjahr mengenmäßig erstmals seit 2010 wieder deutlich zu (plus 3 Prozent). Vor allem die Nachfrage nach stromsparenden Kühl-Gefrier-Kombinationen ist erheblich gestiegen. Bei den Einbauprodukten zeigt sich ein Trend hin zu ressourcenschonenden Geschirrspülern sowie zu flexiblen Induktionskochfeldern.

Auch in den Niederlanden dreht sich die Stimmung nach wirtschaftlich schwierigeren Jahren. Dort war die negative Entwicklung im Immobiliensektor ebenfalls eine Belastung für das Wachstum des Hausgerätemarktes, wenn auch in einem geringeren Ausmaß. Im aktuellen Jahr legt der Markt wertmäßig um 5 Prozent zu, was vor allem auf die gestiegene Nachfrage nach Einbaugeräten zurückzuführen ist. Dabei spielen hochwertige flexible Induktionskochfelder eine wichtige Rolle. Zudem lässt sich produktgruppenübergreifend ein starker Trend hin zu energiesparenden Modellen beobachten.

Zur Methode

GfK erhebt im Rahmen des Handelspanels in mehr als 90 Ländern weltweit regelmäßig Daten zu Elektrogroßgeräten wie Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Geschirrspülern, Kühlgeräten, Gefriergeräten, Herden und Backöfen, Kochmulden und -flächen, Dunstabzugshauben sowie Mikrowellengeräten. Für den westeuropäischen Markt liegen dieser Auswertung Informationen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den Niederlanden für das erste Halbjahr 2014 zu Grunde. 

Weitere Informationen: Friedemann Stöckle, T +49 911 395-2566

GfK-Aktivitäten auf der IFA, 5. - 10. September 2014, Berlin:

1) Der GfK Info Point beim IFA Pressezentrum stellt alle Informationen zur Verfügung, die GfK während der IFA publiziert

2) Im GfK-Büro auf der IFA (VIP Raum 2, Großer Stern) finden Sie unsere Experten für Gespräche vor Ort. Hier der exakte Standort von GfK auf dem Messeplan: www.gfk.com/Documents/IFA%20map.jpg

3) GfK-Konferenz „ Be Smart - Meet the Consumer Products of Tomorrow“ am 4. September, 13-16 Uhr, IFA, Marshall Haus Messegelände Berlin. Die Agenda können Sie hier downloaden: www.gfk.com/de/news-und-events/events-und-webinars/Seiten/GfK-Konferenz-auf-der-IFA.aspx

4) GfK-Vortrag auf der Veranstaltung der Chamber of Commerce for Import and Export of Machinery and Electronic Products (CCCME) am 5. September, 15–18 Uhr, Halle 15 / 2F.
GfK-Sprecher: Peter Goldman, Vice President 
Thema: "Home Appliances - Growth and Innovation"

5) GfK-Vortrag auf dem “China Symposium zu Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten 2014“ der China Household Electrical Appliances Association (CHEAA)
am 5. September, 13-14.30 Uhr, Raum Kant, 3F, Seehof Berlin Hotel
GfK-Sprecher: Friedemann Stoeckle, Global Director MDA & Automotive
Thema: “Global Market Trend for Home Appliance and Consumer Electronics and Development Opportunities in China”

Über GfK

GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen. Durch sie hilft das Marktforschungsunternehmen seinen Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. GfK verfügt über langjährige Erfahrung im Erheben und Auswerten von Daten. Rund 13.000 Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftlicher Verfahren macht GfK aus großen Datenmengen intelligente Informationen. Dadurch gelingt es den Kunden von GfK, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Leben der Verbraucher zu bereichern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_de

V.i.S.d.P.
GfK SE, Corporate Communications
Jan Saeger
Nordwestring 101
90419 Nürnberg
T +49 911 395 4087

 

 

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Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
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