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Press release
Public Services|Switzerland|German

Helfende Berufe geniessen in der Schweiz das höchste Vertrauen

Hergiswil, 25.05.2016

Trust in Professions Report 2016

Der Trust in Professions Report 2016 basiert auf einer vom GfK Verein durchgeführten globalen Studie, die das empirisch erhobene Vertrauen in über 30 Berufe erfasst. Der Zuspruch für die sogenannten unumstrittenen Berufe wie Feuerwehrleute, Sanitäter oder Techniker bleibt auch in 2016 weltweit stabil. Das Vertrauen in die Berufsgruppe der Bankangestellten, Händler oder Verkäufer, sowie Richter und Polizisten variiert dagegen. Im weltweiten Durchschnitt belegen Politiker den letzten Platz mit einem sehr niedrigen Vertrauenswert. Der Trust in Professions Report 2016 basiert auf 30‘000 Interviews, durchgeführt in weltweit 27 Ländern.

Korruptionsvorwürfe gegen den Weltfussballverband FIFA mit Hauptsitz in Zürich sowie mehrere Volksinitiativen, etwa „Gegen Masseneinwanderung“, haben die Öffentlichkeit in der Schweiz zuletzt stark beschäftigt. Der Skandal um die FIFA hat vermutlich Zweifel an den Sportfunktionären genährt. Dazu kommen Dopingkontrollen bei der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft sowie ein verlorenes EM Qualifikationsspiel gegen England kurz vor dieser Befragung. Mit 35 Prozent vertrauen die Schweizer den Profisportlern denn auch deutlich weniger als noch 2014.

Während mehrere weitere Berufe wie zum Beispiel Journalisten (31 Prozent) an Vertrauen eingebüßt haben, lassen sich auch Vertrauenszuwächse beobachten. So könnten Polizisten (83 Prozent) und Richter (77 Prozent) von der insgesamt verbesserten Aufklärungsquote bei Straftaten profitieren. Einige Veränderungen müssen auf den Methodenwechsel bei der aktuellen Erhebung zurückgeführt werden. In der Summe führen diese Entwicklungen zu einem durchschnittlichen Vertrauen von 65 Prozent, was – trotz eines Rückgangs um rund 6 Prozentpunkte – weiterhin globales Mittelfeld bedeutet.

An Vertrauen verloren haben Landwirte, die mit 79 Prozent Zuspruch aber nach wie vor im oberen Mittelfeld liegen. Die Branchenkonzentration zu Großbetrieben mit intensiverer Tierhaltung könnte ein Grund für den Rückgang sein. Zugleich werden staatliche Agrarsubventionen, deren Kürzung Ende 2015 angekündigt wurde, kontrovers diskutiert. So protestierten tausende Bauern gegen die daraus folgenden realen Einkommenseinbußen. Auch die Aufhebung des Mindestwechselkurses des Schweizer Franken gegenüber dem Euro macht den Bauern inzwischen zu schaffen, betrifft aber auch andere exportabhängige Branchen sowie den Tourismus.

Zudem steigt die Arbeitslosigkeit weiter leicht an. Womöglich werden Unternehmer als Akteure der Wirtschaft deshalb nun schlechter bewertet (59 Prozent).

Am Ende des Rankings liegen Werbefachleute (26 Prozent) und Versicherungsvertreter (24 Prozent), die zudem beide am stärksten an Vertrauen einbüßen. Das Schlusslicht des Rankings bilden die Politiker, die mit 19 Prozent aber ein vergleichsweise stabiles Vertrauen erzielen. Auf den vorderen Rängen zeigt sich ebenfalls Stabilität: Sanitäter, Feuerwehrleute und Krankenpfleger weisen hier Vertrauensanteile von 95 Prozent und mehr auf.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie hier.

Zum GfK Verein

Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus 550 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der GfK Verein ist Gesellschafter der GfK SE. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.org.

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Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
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