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GfK wächst und steigert Ergebnis

Nürnberg, 18.03.2016

GfK hat 2015 in einem stagnierenden Marktumfeld ein Gesamtwachstum von 6,2 Prozent erreicht. Organisch stieg der Umsatz um 1,1 Prozent. Währungseffekte unterstützten das Wachstum. Der Umsatz betrug 1.543 Millionen Euro (Vorjahr 1.453 Millionen Euro). GfK erzielte eine Marge von 12,2 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Das angepasste operative Ergebnis stieg um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag bei 187,6 Millionen Euro (2014: 178,8 Millionen Euro). Das Konzernergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und lag bei 40,7 Millionen Euro (2014: 19,4 Millionen Euro). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,65 Euro je Aktie vor (Vorjahr ebenfalls 0,65 Euro). 2016 strebt GfK moderates organisches Wachstum (über dem des Vorjahres) und oberhalb des Wachstums der Marktforschungsbranche sowie eine deutliche Verbesserung der Marge an.

„2015 stand für uns ganz im Zeichen von Wachstum und Weiterentwicklung. Unsere Ziele haben wir größtenteils erreicht: Wir sind trotz des schwierigen Marktumfelds gewachsen und haben unser Ergebnis gesteigert. Gleichzeitig haben wir unser Angebot weiter digitalisiert, Innovationen gut in den Markt gebracht und unsere Organisation weiterentwickelt. Das Margenziel haben wir annähernd erreicht. Für 2016 streben wir weiteres Wachstum und eine Verbesserung der Marge an“, so Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der GfK SE.

Der Sektor Consumer Choices konnte seinen Umsatz erneut deutlich um 57,5 Millionen Euro auf 681,1 Millionen Euro steigern. Das entspricht einem Gesamtwachstum von 9,2 Prozent. Dabei betrug das organische Umsatzwachstum 4,3 Prozent. Währungseffekte trugen 5,0 Prozent zur Umsatzsteigerung bei. Das Ergebnis des Sektors lag mit 145,0 Millionen Euro um 7,3 Millionen Euro bzw. 5,3 Prozent über dem des Vorjahres. Die Marge lag mit 21,3 Prozent um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahr – bedingt durch Investitionen in Technologie und Aufwendungen für den internationalen Ausbau der Medienmessung.

Der Sektor Consumer Experiences hat den strategischen Umbau weiter vorangetrieben und den Anteil der standardisierten, globalen Produkte auf inzwischen rund 44 Prozent erhöht. Der Sektor erzielte einen Umsatz von 859,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Organisch war ein Umsatzrückgang von 1,2 Prozent zu verzeichnen. Dieser ist deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen. Damit hat sich der Sektor stabilisiert. Währungseffekte trugen mit 5,0 Prozent zur Umsatzsteigerung bei, die Akquisition von NORM 0,2 Prozent. Das Ergebnis stieg um 1,4 Millionen Euro auf 58,9 Millionen Euro, lag also um 2,4 Prozent höher als im Vorjahr. Die Marge war mit 6,9 Prozent nahezu stabil im Vergleich zum Vorjahreswert. Die weitere Optimierung der Prozesse und Kostenstrukturen wirkte sich positiv aus.

Erfreuliches organisches Wachstum erzielten die Regionen Lateinamerika, Zentral Osteuropa/META sowie Asien und Pazifik. In den beiden Regionen Lateinamerika und Zentral Osteuropa/META wirkten sich jedoch Währungseffekte negativ auf das Gesamtwachstum aus. In Süd- und Westeuropa konnte nach rückläufigen Umsatzentwicklungen in den Vorjahren wieder organisches Wachstum erzielt werden. In Nordamerika lag das organische Wachstum deutlich über dem Vorjahr. Nordeuropa, die umsatzstärkste Region, verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang, blieb aber durch positive Währungseffekte und Akquisitionen insgesamt stabil.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 26,0 Millionen Euro auf 170,9 Millionen Euro gesunken. Der Mittelabfluss aus dem Working Capital betrug 21,0 Millionen Euro nach einem Mittelzufluss von 6,5 Millionen Euro im Vorjahr. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch eine höhere Belastung aus bereits in 2014 zurückgestellten Steuerzahlungen und Strafen in der Türkei. Auch sind im Zusammenhang mit dem erreichten Umsatzwachstum die operativen Forderungen angestiegen.

Auch im Jahr 2015 hat die GfK Gruppe erhebliche Investitionen getätigt. Sie betrugen 108,6 Millionen Euro (8,9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr). Die Investitionen stiegen besonders durch den Aufbau der Panels zur TV-Reichweitenmessung in Brasilien, dem Königreich Saudi-Arabien und der integrierten TV-Messung in Singapur sowie durch Akquisitionstätigkeit, unter anderem durch die Übernahme der NORM-Gruppe, einem innovativen Anbieter im Bereiche der digitalen Käuferforschung.

Ausblick

Für 2016 bleibt das Innovationstempo für GfK hoch, um das Unternehmen in der sich stark verändernden Marktforschungsbranche zukunftssicher aufzustellen. Das Geschäftsjahr wird auch durch die Anpassungen der Firmenstruktur geprägt sein. Die Konsolidierung der Operations-Funktionen der beiden Sektoren führt zu einer größeren Fokussierung auf Geschwindigkeit, Automatisierung, Qualität und Kosteneinsparungen.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird GfK das Investitionsniveau auf rund 180 Millionen Euro erhöhen. Derzeit geht der Vorstand von einer im Vergleich zum Vorjahr etwas geringeren Investitionssumme für Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen aus. Auf der M&A-Seite wird GfK mit Augenmaß vorgehen. Der Fokus liegt aber weiterauf organischem Wachstum.

Für 2016 erwartet die Gruppe ein moderates organisches Wachstum über dem des Vorjahres und oberhalb des Wachstums der Marktforschungsbranche. Die AOI-Marge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) sollte sich deutlich verbessern.

Der Jahresauftakt begann erwartungsgemäß. Der Umsatzabdeckungsgrad erreichte per Ende Januar 2016 41,2 Prozent (2015: 40,7 Prozent) des erwarteten Jahresumsatzes. Damit liegt er gut im Rahmen der Schwankungsbandbreite der letzten fünf Jahre von 33 bis 42 Prozent.

Die Präsentation der Pressekonferenz ist hier abrufbar.
Die Online-Version des Geschäftsberichts finden Sie hier.

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Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
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