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Press release
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Marktstabilisierung bei Home und Toys, Fashion und Sport weiterhin unter Druck, Online gewinnt

13.04.2017

Gesamtmarktsituation Home, Fashion, Toys & Sport 2016/2017

Die Home & Lifestyle Märkte waren auch 2016 unter erheblichem Druck: gehaltene Marktvolumina (Home & Toys) sind als Erfolg zu werten, Fashion & Sport überlegen sich unter ständig steigendendem Konsolidierungsdruck differenzierte Marktbe-arbeitungsstrategien. Trotz vielzitiertem Onlineboom kann das Onlinegeschäft den Gesamtmarkt Schweiz in diesen Branchen nicht einmal stabilisieren.

Die nun vorliegenden Jahreszahlen 2016 zu den Home & Lifestyle Märkten Schweiz, erhoben durch GfK Switzerland, zeigen ein differenziertes Bild. Während die Märkte Home (+0%) und Toys (ebenfalls +0%) ihre Marktgrösse im 2016 halten konnten, stehen Sport (-4%) und Fashion (-5%) weiterhin unter hohem Druck. Die den Markt negativ beeinflussenden Dynamiken aus Strukturbereinigung, abnehmender Einkaufslust, starkem Franken und Auslandseinkäufen haben insbesondere der Fashionbranche im vergangenen Jahr erneut zugesetzt. Der dynamischste Kanal ist erneut Online: ein starkes Wachstum der über .ch-abgewickelten Verkäufe ist in allen Märkten (Kanalanteile Home/Sport/Toys 6-8%, Fashion knapp 14%) zu beobachten.

Der Fashionmarkt verliert weiter deutlich an Terrain

Keine Trendwende in Sicht für den Fashionmarkt, auch im eher casual-style dominierten 2016 nicht. Der seit Jahren rückläufige Markt büsste erneut 5% an Marktvolumen ein. Ein insgesamt unter Druck stehender Fachhandel und die Tatsache, dass eine Filialexpansion in der Schweiz heute praktisch nur noch über günstige Formate gewagt wird, liessen die Umsätze sinken. Für 2017 wird nochmals ein leichter Rückgang erwartet, anschliessend dürfte eine Stabilisierung eintreten.

Home verzeichnet mit der Marktstabilisierung einen Erfolg

Ein unspektakuläres 2016 verzeichnet der Markt für Möbel, Einrichtungs-gegenstände & Co. – der gegenüber dem Vorjahr gehaltener Umsatz darf im grundsätzlich anspruchsvollen Marktumfeld als Erfolg gewertet werden. Lichtblick und als Trend identifizierbar im 2016: Boxspringbetten.

Ein weiterer schneearmer Winter setzt der Sportbranche zu 

Während die Sommer-/Ganzjahres-Saison 2016 die Erwartungen der Branche erfüllt hat – u.a. Umsatzplus dank EM - haben die beiden letzten Winter dem Wintersport zugesetzt. Der späte Schnee, weitere Preisreduktionen und ein früher Start zum Ausverkauf liessen die Umsätze sinken. Noch ca. 30% der Sportartikelverkäufe entfallen nun auf Winter-Artikel, ein Gesamt-Minus von 4% resultierte im Vergleich zum Vorjahr. Trends gibt es wenige; noch gut nachgefragt sind noch immer Sportschuhe, sowie Artikel rund um die Bereiche Lifestyle und Fitness/‘Bodycult‘, Running, Convenience und Fitness-Tracker.

Pokémon verhilft der Spielwarenbranche zu einer schwarzen Null

Im kleinen, aber feinen Markt Spielwaren (+0% gegenüber 2015) waren keine speziell auffallenden Aktivitäten zu beobachten. Geboomt hat vor allem das Thema Pokémon, generell der Bereich „Spiele“ und „Bausteine-Sets“. Preisreduktionen, das schlechte Sommerwetter, das die Outdoor-Absatzentwicklung ungünstig entwickeln liess und ein geschätzt sehr hoher Anteil an Auslandseinkäufen (gegen 50%!) liessen die Schweizer Spielwarenverkäufe 2016 auf Vorjahresniveau verharren – was aber im Vergleich mit anderen NonFood-Märkten noch immer eine gute Performance darstellt. Interessantes Detail: Das Ostergeschäft ist für den Spielwarenmarkt nur beding relevant, vorab im Bereich Plüsch wird ein Umsatzwachstum generiert. In der Schweiz erhalten die Kids noch vornehmlich Schoggi-Osterhasen, kaum Spielzeug.

-> Medienmitteilung als PDF.

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Lukas Häusermann
Lukas Häusermann
Marketing and Communications
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