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Schweiz auf Platz 8 im Image-Ranking

Rotkreuz, 17.11.2017

Die jährliche Studie zum Anholt-GfK Nation Brands IndexSM (NBISM) misst, wie insgesamt 50 Länder weltweit wahrgenommen werden. Sie zeigt nicht nur, welches Image ein Land derzeit hat, sondern auch, in welche Richtung es sich entwickelt.

Deutschland stösst die USA vom Thron und holt sich den ersten Platz im weltweiten Ranking des Anholt-GfK Nation Brands IndexSM. Während Frankreich auf die zweite Position klettert, rutschen die USA auf Platz 6 ab. Grossbritannien hält sich stabil auf dem dritten Platz. Japan steigt neu in die Top 5 ein und teilt sich mit Kanada Platz 4.

Nation

2017 Ranking

2016 Ranking

Punkteunterschied 2016 vs. 2017

Deutschland

1

2

+0,99

Frankreich

2

5

+1,56

Grossbritannien

3

3

+1,27

Kanada

4

4

+0,96

Japan

4

7

+2,12

USA

6

1

-0,63

Italien

7

6

+0,74

Schweiz

8

8

+1,34

Australien

9

9

+0,76

Schweden

10

10

+1,30

NBISM Punkteveränderung: gering (+/-0,26-0,50); mittel (+/-0,51-1,00); gross (> +/-1,00)

Deutschland gewinnt in Bereichen Regierung, Menschen und Kultur

Deutschland schneidet im Ranking 2017 in allen sechs untersuchten Kategorien äusserst positiv ab und landet in den meisten Bereichen in den Top 5: Exporte (Platz 3), Regierung (Platz 4), Kultur (Platz 4), Menschen (Platz 4), Immigration/Investition (Platz 2). Vor allem in den drei Kategorien Kultur (+1,07), Regierung (+1,28) und Menschen (+1,34) konnte Deutschland in der weltweiten Wahrnehmung Pluspunkte erzielen. Lediglich im Bereich Tourismus liegt Deutschland im Ranking etwas weiter hinten (Platz 10).

Deutlich hat sich Deutschlands Image in den asiatischen Ländern und besonders in China verbessert. Auch bei Russen, Italienern, Südafrikanern, Amerikanern, Argentiniern und Türken gewinnt Deutschland wichtige Punkte im Ranking. Weniger positiv wurde Deutschland von seinen zwei europäischen Nachbarn Frankreich (-0,56) und Polen (-1,38) sowie dem eigenen Volk (-0,36) und Brasilien (-1,61) bewertet.

USA verliert im globalen Ansehen in der Kategorie Regierung

Von den 50 untersuchten Ländern sind die USA die einzige Nation, deren NBI Gesamtpunktestand in diesem Jahr gefallen ist. Dennoch rangiert sie noch unter den Top 5 in drei von sechs Kategorien: Kultur (Platz 2), Exporte (Platz 2), Immigration/Investition (Platz 5). Wenn es um den Bereich Regierung geht, müssen die USA jedoch herbe Verluste verkraften – um ganze vier Plätze geht es im Ranking nach unten (von Platz 19 auf Platz 23).

Professor Simon Anholt, der die Studie 2005 ins Leben rief, kommentiert: „Der Imageverlust der USA in der Kategorie Regierung lässt auf einen Trump-Effekt schließen, ausgelöst durch Präsident Trumps Politik und die politische Botschaft ‚America First‘. Die Amerikaner selbst sehen ihr eigenes Land jedoch dieses Jahr deutlich positiver als 2016. Einen ähnlichen Verlust im weltweiten Ansehen konnte man auch bei der Wiederwahl von George W. Bush beobachten, damals rutschten die USA auf Platz 7 ab. Bislang war Amerika aber nie länger als ein Jahr ausserhalb des Top 5 Rankings. Im Ranking 2018 wird sich zeigen, ob das so bleibt.“

Grossbritannien hält sich nach Verlusten im letzten Jahr stabil

Nachdem Grossbritannien im Ranking 2016 aufgrund des Brexit-Votums starke Verluste hinnehmen musste, hat sich sein weltweites Ansehen wieder verbessert. Der Gesamtpunktestand erreicht dieses Jahr nahezu den Stand von 2015 und zeigt Punktgewinne in allen sechs Kategorien. So landet die Nation in den Top 5 in den Bereichen Exporte, Kultur, Tourismus und Immigration/Investition. Die größten Gewinne verzeichnet Großbritannien im Bereich Regierung (+1,94) und Menschen (+1,51).

Frankreich und Japan machen einen Image-Sprung nach vorne

Sowohl Frankreich als auch Japan konnten aus eigener Kraft einen Sprung nach vorne machen, profitierten 2017 aber auch von den Punktverlusten der USA.

Frankreich klettert zum ersten Mal wieder seit 2009 auf den zweiten Platz im Gesamtranking (2016: 5. Platz). Die Nation gewinnt in allen sechs Kategorien, vor allem aber in den Bereichen Regierung und Immigration/Investition. Ausserdem nimmt Frankreich den ersten Platz in der Kategorie Kultur ein, den zweiten im Bereich Tourismus und Platz fünf bei den Exporten.

Auch für Japan war 2017 ein gutes Jahr. Zusammen mit Kanada teilt es sich Platz vier im Image-Ranking und erzielt damit das beste Ergebnis seit langem. Japan konnte vor allem in der Kategorie Export punkten (Platz 1), wird aber auch in den Bereichen Immigration/Investition, Kultur und Regierung positiv wahrgenommen.

Vadim Volos, der für den Nation Brands IndexSM zuständige GfK-Experte, fügt hinzu: „Mithilfe des Nation Brands Index können unsere Kunden verstehen, an welcher Stelle ihre Nation im weltweiten Ranking steht, wenn es um das aktuelle Image, Impulse und Potenziale geht. Zwar kann das Image einer Nation nicht von heute auf morgen verändert werden, die einzelnen Länder können jedoch einseitige oder veraltete Ansichten beeinflussen und aktiv Veränderungen anstoßen.“

Mehr Informationen über den Anholt-GfK Nation Brands IndexSM finden Sie unter nation-brands.gfk.com 

Zur Studie

Der Anholt-GfK Nation Brands IndexSM, der jährlich erhoben wird, misst das Image von 50 Ländern unter Berücksichtigung der Kategorien Exporte, Regierung, Kultur, Bevölkerung, Tourismus und Immigration/Investition. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 20.185 Online-Interviews mit Personen ab 18 Jahren in 20 Ländern durchgeführt. Aktuelle Parameter der online aktiven Bevölkerung wurden genutzt, um die Stichproben in jedem Land zu gewichten, und auf diese Weise demografische Charakteristika wie Alter, Geschlecht und Bildung der online aktiven Bevölkerung widerzuspiegeln. Zusätzlich wurde in den USA, Großbritannien, Südafrika, Indien und Brasilien die Rasse/Ethnie zur Gewichtung genutzt.

Die Feldarbeit wurde vom 7. bis zum 25. Juli 2017 in folgenden Ländern durchgeführt:

Nordamerika: USA, Kanada

Westeuropa: Australien, Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien,
Griechenland, Holland, Italien, Irland, Nordirland, Norwegen*, Schottland, Schweden, Schweiz, Spanien

Zentral/Osteuropa: Polen, Russland, Tschechische Republik, Ungarn, Türkei, Ukraine*

Asien und Pazifik: Australien, China1, Indien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Südkorea, Singapur, Taiwan, Thailand

Lateinamerika: Argentinien, Brasilien, Mexiko, Chile, Kolumbien, Ecuador, Peru

Naher Osten/Afrika: Botswana*, Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Saudi-Arabien, Südafrika,
Kenia, Nigeria, Katar,

*Diese Nationen wurden 2017 neu zur NBISM Studie hinzugefügt. Die drei Nationen Kuba, Iran und Kasachstan hingegen waren 2017 nicht mehr Bestandteil.

1Studienteilnehmer in China wurden zu allen Ländern außer ihrer eigenen Nation befragt.

Über Simon Anholt

Simon Anholt ist der weltweit führende Experte für nationales Image und Identität. Professor Anholt war Vizepräsident des Public Diplomacy Boards der britischen Regierung und arbeitet als unabhängiger Politikberater für die Regierungen von mehr als 50 Ländern. Anholt entwickelte das Konzept des Nation Brands IndexSM sowie des City Brands IndexSM im Jahr 2005.

 Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de  

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Lukas Häusermann
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