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Press release

Sparbuch weiter auf Abwärtskurs, Immobilien auf der Überholspur

22.05.2015

Wien, 18. Mai 2015 – GfK Austria: Nachdem das Sparbuch als Anlageform bereits 2014 starke Einbrüche verzeichnet hat, setzt sich der Trend auch im ersten Quartal 2015 fort.  Nur noch 28 % der Österreicher geben aktuell an, sie würden gerne Ihr Geld auf dem Sparbuch ansparen. 2014 waren es noch 32 %, 2013 sogar 38 %.

Das Stimmungsbarometer 2015 der GfK Austria liefert die Informationen über aktuelles Interesse der Österreicher an verschiedenen Spar- und Anlageformen – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung. Dieses Jahr wird auch neu das Online-Sparinteresse abgefragt.

Sparbuch hat den historischen Tiefpunkt erreicht

Das kontinuierlich abnehmende Interesse der Österreicher Ihr Geld auf das Sparbuch zu legen, setzt sich auch im ersten Quartal 2015 signifikant fort. Nur mehr 28 % der Österreicher nennen das Sparbuch als attraktive Anlageform – somit ist ein historischer Tiefpunkt erreicht. Dieser negative Trend kann laut dem GfK Stimmungsbarometer seit dem Jahr 2009 beobachtet werden. Damals haben noch 52 % der Österreicher das Sparbuch als interessante Geldanlage bezeichnet.

Das Interesse für den Bausparvertrag bleibt mit 38 % im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Bausparvertrag verteidigt damit die Position eins der interessantesten Anlageformen in Österreich. Längerfristig betrachtet zeichnet sich jedoch auch hier ein kontinuierlich abnehmender Trend seit 2011 (53 %) ab.

Online-Sparkonto – ein Segment mit Wachstumspotential

Zum ersten Mal wurde das Interesse der Österreicher Ihr Geld auf ein Online-Sparkonto anzulegen abgefragt. Das Ergebnis – 11 % stufen das Online-Sparkonto als besonders interessante Anlageform ein. „Dieser Wert ist für den Einstieg definitiv nicht schlecht; Potential nach oben gibt es aber sicher noch“, so Ursula Swoboda, Leiterin der Finanzmarktforschung bei der GfK Austria, “inwieweit sich das Sparinteresse der Österreicher von den traditionellen Sparformen weiter in die Onlineumgebung verschieben wird, lässt sich in den nächsten Monaten sagen“.

Gold im Aufwärtstrend

„Angesichts der niedrigen Zinsen für klassische Anlageprodukte, wie Sparbuch oder Bausparvertrag sowie der angespannten Lage in der Finanzpolitik, konnte das Gold als attraktive Anlageform deutlich an Interesse gewinnen“, analysiert Swoboda weiter. 21 % der Österreicher nennen Gold als interessante Anlagemöglichkeit – 4 %-Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (17 %).

Immobilien auf der Überholspur

Der in vielen europäischen Ländern und in den USA zurzeit herrschende Trend nach alternativen Anlageprodukten wie beispielsweise Immobilien hat auch Österreich erreicht. Die Ergebnisse der aktuellen GfK Umfrage zeigen ein steigendes Interesse für Immobilien und Grundstücke: 33 % der Österreicher halten eine Eigentumswohnung oder ein Haus für eine interessante Geldanlage – plus 2 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr (31 %) und somit zum ersten Mal seit 2008 auf Platz zwei der beliebtesten Anlagemöglichkeiten in Österreich. Auch das Interesse für Grundstücke (29 %) hat im Vergleich zum Vorjahr (27 %) ebenso leicht zugenommen. Ein Trend, der sich laut Swoboda vermutlich auch in den nächsten Monaten weiter fortsetzen wird.

Finanzdienstleister stehen vor Herausforderungen angesichts der sich immer weiter verändernden Rahmenbedingungen

Auch in Österreich ist der Einfluss der Digitalisierung, der Niedrigzinspolitik sowie der internationale Trend in Immobilien zu investieren spürbar. Zum ersten Mal seit 2008 finden die Österreicher die Investition in die eigene Wohnung, in ein eigenes Haus oder in ein Grundstück interessanter, als das Geld auf das Sparbuch anzulegen. Wenn auch in deutlichem Abwärtstrend, bleibt der Bausparvertrag noch immer Nummer eins der beliebtesten Anlageformen der Österreicher, gefolgt von Eigentumswohnung/Haus und Grundstücken auf Platz zwei und drei. Auch die weltweit bereits weitverbreitete Anlageform wie Gold findet mehr Zuspruch in der österreichischen Bevölkerung als im Vorjahr. Damit zeigt sich im 1.Quartal 2015 eine positive Entwicklung für drei Produkte, die aus dem Rahmen der klassischen Bankproduktportfolios hinausragen. „Angesicht der sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen stehen die österreichischen Finanzdienstleister vor der Herausforderung Ihren Kunden längerfristige, maßgeschneiderte und innovative Lösungen und Alternativen anzubieten“, fasst Swoboda die Situation abschließend zusammen.

Zur Studie

Jährlich werden 18.000 Österreicher (ab 15 Jahren) hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung – befragt. Das “GfK Stimmungsbarometer” wird quartalsweise ausgewertet und veröffentlicht.

GfK Austria Online Access Panel

Das Online Access Panel der GfK Austria ist auf Grundlage der internationalen Norm ISO 26362 zertifiziert. Fachliche Qualität und Seriosität sind damit auch durch eine unabhängige Instanz bestätigt!

Über GfK

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Marie-Sophie Beauchamp
General