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Press release

Marktanteil der 4G-Smartphones weltweit mehr als verdoppelt

18.08.2015

58 Prozent der im zweiten Quartal 2015 weltweit verkauften Smartphones sind 4G-Geräte

* Umsatz (+7 Prozent) und Absatz (+5 Prozent) im weltweiten Smartphone-Markt sind im zweiten Quartal 2015 verglichen zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

* 58 Prozent der im zweiten Quartal 2015 verkauften Smartphones sind 4G-fähig. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stellt das mehr als eine Verdopplung dar. China ist die treibende Kraft des weltweiten Ausbaus der 4G-Technologie.

*Weltweit stieg der Anteil von Smartphones mit einem Bildschirm größer als 5 Zoll auf 48 Prozent. Verglichen zum ersten Quartal 2015 ist das eine Steigerung um 5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresquartal von 17 Prozent. China hat mit 63 Prozent den höchsten Smartphone-Anteil mit großen Bildschirmen, gefolgt von den entwickelten Ländern der Region APAC mit 61 Prozent.

*Der Durchschnittspreis blieb im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal mit einem Rückgang von -1 Prozent fast konstant, nahm jedoch verglichen mit dem Vorjahresquartal um 3 Prozent zu. Der Durchschnittspreis blieb im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal mit einem Rückgang von -1 Prozent fast konstant, nahm jedoch verglichen mit dem Vorjahresquartal um 3 Prozent zu. GfK prognostiziert für 2015 insgesamt einen Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises um 1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.

Nürnberg, 17. August 2015 - Laut aktueller Smartphone-Verkaufszahlen der GfK waren 58 Prozent der Smartphones, die im zweiten Quartal 2015 verkauft wurden, mit der 4G-Technologie ausgestattet. Seit Anfang August unterstützt ein großer Telekommunikationsanbieter die LTE-Technologie auch in Indien. Damit ist der 4G-Mobilfunkstandard in allen wichtigen Ländern verfügbar. GfK prognostiziert, dass der 4G-Standard auf Kosten der 3G-Technologie weiter wachsen wird. Der Anteil 3G-fähiger Geräte liegt derzeit bei 38 Prozent und wird bis zum vierten Quartal 2015 voraussichtlich noch um einen Prozentpunkt abnehmen.

Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK sagt dazu: „Es ist zu erwarten, dass Indien in diesem Jahr am stärksten zum weltweiten Wachstum der Nachfrage von Smartphones beiträgt. Das ist zum einen mit der derzeit noch geringen Durchdringung des Marktes mit Smartphones zu begründen. Zum anderen gibt es einen deutlich schärferen Wettbewerb zwischen den Smartphone-Anbietern. Diese Entwicklung führt insgesamt zu einer Preiserosion des durchschnittlichen Verkaufspreises, was bedeutet, dass es mehr erschwingliche Geräte auf dem Markt gibt.“

Es bestehen signifikante Unterschiede darin, wie die 4G-Technologie in den einzelnen Regionen aufgenommen wird: Während sich der Markt in Nordamerika preislich polarisiert, sind die westeuropäischen Märkte weitgehend gesättigt. In China und Indien greifen lokale Marken globale Hersteller an, und in Schwellenländern herrscht ein harter Preiskampf.

Polifke erklärt: „Im ersten Halbjahr spürt die Nachfrage aufgrund makroökonomischer Sondereffekte in Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie China Gegenwind. Es setzt sich dabei in allen Regionen der grundlegende Trend fort, dass Verbraucher bestrebt sind, die Anschaffung digitaler Geräte, abhängig von ihrer Kaufkraft, für die einzelnen Bildschirmgrößensegmente zu optimieren. Diese Entwicklung ist von Fernsehern bis hin zu Smartphones zu beobachten. Bei Smartphones zeigt sich dieses Verhalten in Trends wie einer gegensätzlichen Preisentwicklungen in den USA, dem Trend zu immer größeren Bildschirmen in Schwellenländern sowie der Entwicklung von Phablets. Diese Trends werden sich voraussichtlich bis Ende des Jahres fortsetzen. Aber wir sehen neue Wendepunkte und Markttreiber für 2016.“

Nordamerika: 10 Prozent Absatzsteigerung  im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Ähnlich wie in Westeuropa nähert sich der nordamerikanische Markt seinem Sättigungspunkt. Hier gibt es deutliche Preisgegensätze. Dabei nahm der Verkauf von Geräten am oberen ($500+) und unteren Ende (bis $250) der Preisskala deutlich zu Lasten des mittleren Preissegments ($250-500) zu. Waren im zweiten Quartal 2014 38 Prozent der verkauften Smartphones High-Endgeräte, sind es im zweiten Quartal dieses Jahres 43 Prozent. Nur in Nordamerika und China war verglichen zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg im Segment der High-End-Smartphones zu beobachten.

Westeuropa: 9 Prozent Absatzsteigerung im Vergleich zu Q2 2014, jedoch weniger Umsatz und fallender Durchschnittspreis

Obwohl verglichen zum Vorjahreszeitraum 9 Prozent mehr Smartphones verkauft wurden, ging der Umsatz zurück. Ursache dafür ist eine Verschiebung hin zum unteren Preissegment, in das fast die Hälfte der in diesem Quartal verkauften Smartphones fiel. Im zweiten Quartal 2014 waren es noch 37 Prozent. LTE-fähige Geräte wiesen in Westeuropa im zweiten Quartal insgesamt eine hohe Verbreitungsquote auf. Besonders verbreitetet waren sie in Norwegen (90 Prozent), Dänemark (89 Prozent) und Schweden (88 Prozent).

China: Nachfrage nach High-End-Geräten stieg im zweiten Quartal  im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 49 Prozent

Verglichen mit dem Vorjahresquartal fiel der Absatz von Smartphones im zweiten Quartal um 10 Prozent. Damit folgt die Entwicklung dem Absatzrückgang des ersten Quartals (-14 Prozent). Ein großes Interesse an High-End-Geräten ($500+) steigerte den Umsatz jedoch um 17 Prozent auf26,8 Milliarden Dollar. Während der  Marktanteil der High-End-Produkte im Vorjahresquartal noch 10 Prozent betrug, steigt er im zweiten Quartal 2015 auf 17 Prozent. Insgesamt wächst das Segment zu Lasten von Produkten am unteren Ende der Preisskala. Für 2015 prognostiziert GfK, dass die Nachfrage nach High-End-Geräten im Vergleich zu 2014 um insgesamt 28 Prozent zunimmt. Das wäre in diesem Jahr die stärkste Nachfrage nach Smartphones in dieser Preisspanne in allen Regionen.

Zentral- und Osteuropa: Zwei Seiten einer Medaille

Sowohl in Russland als auch in der Ukraine ist der Umsatz im Smartphone-Segment aufgrund gesamtwirtschaftlicher Faktoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken (Russland -11 Prozent, Ukraine -34 Prozent). Die Nachfrage nach Smartphones wuchs jedoch für die gesamte Region um 3 Prozent vor allem wegen eines hohen Bedarfs in Polen und Rumänien. GfK prognostiziert für das Jahr 2015 einen Rückgang des Kaufinteresses auf -14 Prozent in Russland und -23 Prozent in der Ukraine im Vergleich zu 2014.

Lateinamerika: Schwächeln der brasilianischen Konjunktur stößt Tempowechsel an

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Brasilien führte zu einem deutlich langsameren Wachstum in der gesamten Region. Der Smartphone-Absatz lag im zweiten Quartal 2015 nur 1 Prozent über dem Volumen des Vorjahreszeitraums Verglichen mit einem Wachstum von 28 Prozent im ersten Quartal 2015 und einer Zunahme im Vorjahr gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um +72 Prozent ist dies eine deutliche Abflachung der Nachfrage. Für das Gesamtjahr 2015 prognostiziert GfK zum ersten Mal einen Absatz- und Umsatzrückgang in Brasilien. Es wird erwartet, dass der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zurückgeht und der Umsatz im Vergleich zu 2014 um 15 Prozent sinkt.

APAC Schwellenländer: Harter Wettbewerb auf dem wachsenden indischen Markt

In den Schwellenländern der APAC-Region stieg der Smartphone-Bedarf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent. Insbesondere in Indien ist der Absatz verglichen mit dem zweiten Quartal 2014 um 40 Prozent gewachsen. Bei drei der fünf Top-Smartphone-Anbieter handelt es sich in diesem Quartal um lokale Marken. Der Eintritt mehrerer chinesischer Hersteller in den indischen Markt heizt den bereits heftigen Wettbewerb zwischen internationalen und lokalen Anbieter noch zusätzlich an. Der daraus resultierende Preiskampf drückt wiederum die Durchschnittspreise auf einem Markt, auf dem sich 80 Prozent der Smartphone-Verkäufe im unteren Preissegment abspielen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank der Durchschnittspreis in Indien im zweiten Quartal um 12 Prozent. GfK prognostiziert für 2015 insgesamt einen 11-prozentigen  niedrigeren Preis im Vergleich zu 2014. Die Nachfrage an 4G-Geräten wird sich im Laufe des Jahres mehr als verdreifachen und damit 6 Prozent des gesamten Smartphone-Absatzes ausmachen.

APAC Industrienationen: Eine verbesserte Situation in Japan lässt den Absatz um 6 Prozent steigen

Der Absatz von Smartphones in APAC-Industrieländern wächst im zweiten Quartal 2015 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent - mit Japan als Wachstumstreiber (+15 Prozent). Japan kommt dabei eine geringe Vergleichsbasis aus dem zweiten Quartal 2014 zugute. GfK prognostiziert einen Anstieg der Nachfrage in der Region um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Japan wird erwartet, dass der Bedarf verglichen mit 2014 um 3 Prozent zunimmt und damit den Nachfragerückgang von 6 Prozent in Südkorea ausgleicht.

Polifke fasst zusammen: „Es wird weiterhin schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in einer Reihe wichtiger Länder wie Brasilien, Russland und China geben. Wenn eine Markterholungen einsetzt, kommt sie jedoch oft schneller als erwartet, vor allem in der Technologiebranche. Hinzukommt, dass wir noch weit entfernt sind von einer Marktsättigung in den Schwellenländern. Zusätzlich befeuern angrenzende Produktbereiche, wie Wearables, die nächste Wachstumsphase im Smartphone-Markt.“

Übersicht der Länder in den APAC-Regionen

APAC-Industrienationen

Australien

Hong Kong

Japan

Neuseeland

Singapur

Südkorea

Taiwan

APAC-Schwellenländer

Indien

Indonesien

Kambodscha

Malaysia

Philippinen

Thailand

Vietnam

Zur Studie

Die Daten werden von GfK kontinuierlich in Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle erfasst und hochgerechnet. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Über die Warengruppen aller Sektoren hinweg ergibt sich somit ein Bild über die Entwicklung des Marktes für verschiedene Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Für die USA nutzt GfK keine Handelsdaten, sondern eigene Markt- und Konsumforschungsmethoden, um Marktprognosen zu erstellen. Die Werte basieren auf nicht-subventionierten Einzelhandelspreisen. Die globalen Daten sind vierteljährlich verfügbar, für einzelne Länder monatlich.

Über GfK

GfK steht für zuverlässige und relevante Markt- und Verbraucherinformationen. Durch sie hilft das Marktforschungsunternehmen seinen Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. GfK verfügt über langjährige Erfahrung im Erheben und Auswerten von Daten. Rund 13.000 Experten vereinen globales Wissen mit Analysen lokaler Märkte in mehr als 100 Ländern. Mithilfe innovativer Technologien und wissenschaftlicher Verfahren macht GfK aus großen Datenmengen intelligente Informationen. Dadurch gelingt es den Kunden von GfK, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das Leben der Verbraucher zu bereichern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_de

V.i.S.d.P.
GfK SE, Corporate Communications
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90419 Nürnberg
T +49 911 395 4440

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Marie-Sophie Beauchamp
General