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Press release

Global Trust

27.03.2015

Wem die Welt (mehr oder weniger) vertraut …

Sehnsucht nach „Zucht und Ordnung“?

Alle zwei Jahre erhebt die GfK weltweit, wem die Menschen vertrauen. Die aktuelle Studie repräsentiert unter Berücksichtigung von Alterseinschränkungen knapp 2,3 Milliarden Menschen. Eines der Befragungsthemen war Vertrauen in Institutionen.

Österreich vertraut der Polizei

Die Ergebnisse der aktuellen „Global Trust“ Studie 2015 zeigen, dass alles in allem das Vertrauen in Institutionen im Lauf der letzten Jahre ein wenig zugenommen hat. Global gesehen rangiert unter den Institutionen abermals das Militär mit 79 % auf der Spitzenposition. Es wird in immerhin 10 der 26 untersuchten Länder als besonders vertrauenswürdig wahrgenommen.

In Österreich allerdings (77 %) und fünf weiteren Ländern rangiert die Polizei an erster Stelle, die im internationalen Vergleich im Allgemeinen eher auf den hinteren Plätzen liegt. In Australien (86 %) ist das Vertrauen in die Polizei sogar noch größer als in Österreich. Aber mit 22 Prozentpunkten über dem Durchschnitt über alle 26 Länder ist das österreichische Vertrauen in die Polizei ebenfalls bemerkenswert hoch.

Den zweiten Platz unter den vertrauenswürdigen Institutionen teilen sich in Österreich stabil die öffentliche Verwaltung und die Justiz mit je 63 %. Bemerkenswert für die als besonders EU-skeptisch berüchtigten Österreicherinnen und Österreicher ist, dass ihr Vertrauen in den Euro um 11 Prozentpunkte auf 51 % gestiegen ist. „Das ist umso auffälliger als das österreichische Vertrauen in sämtliche Institutionen insgesamt eher unterdurchschnittlich ausfällt  (48 % im Vergleich zu 56 % weltweit)“, findet Angelika Kofler, Leiterin der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung.

Politische Parteien mit Abstand am wenigsten vertrauenswürdig

Politische Parteien genießen unter allen abgefragten Institutionen im globalen Durchschnitt mit Abstand weiterhin das geringste Vertrauen (30 %), wenn auch bessere Werte als in den Vorjahren. Allerdings sind die Werte nach Ländern sehr verschieden (dramatische 5 % in Spanien und erstaunliche 48 % in Indien). In Österreich vertrauen 24 % den politischen Parteien – mit großen Unterschieden unter den Bundesländern: Nur 7 % in Kärnten, aber 41 % in Vorarlberg vertrauen den Parteien.

Aber nicht nur die politischen Parteien, auch große Unternehmen genießen beim Großteil der österreichischen Bevölkerung wenig Vertrauen (30 %). Die Regierung liegt mit 36 % an dritt-vorletzter Stelle. Der Milliardenbrocken für die Steuerzahler, Hypo Alpe Adria, liegt hier als aktueller Auslöser nahe, denn im Branchenvergleich sind auch Banken und Versicherungen an letzter Stelle gelandet.

„Auf der positiven Seite“, fügt Angelika Kofler hinzu, „sind die ÖsterreicherInnen aber nicht generell misstrauisch, denn den Menschen ganz allgemein vertrauen immerhin 73 %. Davon kann man anderswo, vor allem in den afrikanischen Ländern, nur träumen, auch wenn der österreichische Wert nur im Mittelfeld des Vertrauens in Menschen liegt.“

Zur Studie

Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem vom GfK Verein alle zwei Jahre herausgegebenen „Global Trust Report 2015“, basierend auf in der zweiten Jahreshälfte 2014 durchgeführten Repräsentativstudien in 26 Ländern (Europa: Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Russland, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei, Großbritannien; Amerikas: Kanada, USA, Argentinien, Brasilien; Asien und Pazifikregion: Australien, Indien, Indonesien, Japan, Südkorea; Afrika: Ägypten, Kenia, Nigeria, Südafrika) unter mehr als 28.000 Befragten.

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Marie-Sophie Beauchamp
General